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„Kein Zeitschinden mehr“ Delmenhorster Graft-Bündnis drückt aufs Tempo

Von Thomas Breuer | 13.12.2015, 17:47 Uhr

Nach der Vorstellung des als unzureichend empfundenen Gutachtens zur Oberflächenentwässerung in den Graftanlagen am vergangenen Dienstag in der Markthalle geht das Bündnis „Rettet die Graft“ davon aus, „dass die Zeiten des Taktierens und Zeitschindens endgültig vorbei sind“.

In einer Pressemitteilung äußert Heiko A. Honisch für das Bündnis die Hoffnung, dass „ab jetzt zielgerichtet und zügig die erneute hundertprozentige öffentlich-rechtliche Trinkwasserförderung in der Graft vorangetrieben wird“.

„Wir fordern unverzüglich Transparenz“

Zwar sei nun geklärt, dass der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) für eine Verkürzung des bestehenden Trinkwasserliefervertrages von 2029 auf 2024 insgesamt 600000 Euro verlange, die Frage nach dem genauen Schadensnachweis sei aber nicht beantwortet. Das Bündnis findet deutliche Worte: „Weil wir aus fünfjähriger Erfahrung wissen, wie fantasievoll und geschickt sowohl die SWD als auch die Verwaltung bisher im Zeitschinden waren, fordern wir unverzüglich Transparenz.“

Schuldfrage soll abschließend geklärt werden

Erwartet werde zudem, dass den Bürgern mitgeteilt wird, „wer genau für die bisher entstandenen Schäden an Natur, Wegen und Gebäuden verantwortlich ist“. Das Bündnis möchte die Schuldfrage geklärt wissen und fordert den Rat auf, dies gegebenenfalls juristisch zu beauftragen, um mögliche Schadensersatzansprüche auszuloten.