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Keine Deckensanierung Delmenhorster Dwostraße bleibt vorerst Schlaglochpiste

Von Michael Korn | 31.07.2017, 10:30 Uhr

Die wohl schlechteste Straße in Delmenhorst, die Dwostraße, bleibt vorerst Schlaglochpiste. Am 8. August 2017 berät die Ratspolitik über das Thema.

Die Schlaglochpiste der Delmenhorster Dwostraße soll nicht kurzfristig eine neue Verschleißschicht erhalten. Das bekräftigt die Stadtverwaltung gegenüber dem Planungsausschuss des Rates, der am 8. August 2017 öffentlich im Rathaus tagt. Aus fachtechnischer Sicht komme ausschließlich ein Austausch des gesamten Fahrbahnaufbaus in Frage, alles andere wäre nur eine provisorische, kurzzeitige Verbesserung. Wann eine Grundsanierung starten könne, teilt die Stadt indes nicht mit. Die AfD hatte einen Ratsbeschluss zur Erneuerung der Fahrbahndecke beantragt.

Oberschicht wird zerstört

Die Begründung der Stadt im Wortlaut: „Der Ausbau der Nord- und Dwostraße wurde bereits 2004 zur Aufnahme in das Mehrjahresprogramm nach dem Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz (GVFG) bei der damaligen Bezirksregierung in Oldenburg beantragt. Der Aufnahmebescheid zur Förderung des Bauvorhabens ging im Dezember 2005 ein. Die über die Jahre zunehmenden Achslasten des Schwerlastverkehrs konnten von den dafür nicht vorgesehenen Fahrbahnaufbauten aus den 60 und 70er Jahren nicht mehr aufgenommen werden. Die auftretenden Kräfte werden nicht in den Untergrund abgegeben, die obersten Schichten leiden und werden zunehmend zerstört. Die Frostsicherheit des vorhandenen Aufbaus ist nicht mehr gegeben. Bereits seit mehr als zehn Jahren wurden vermehrt Anregungen aus der Politik laut, eine Erneuerung der obersten Verschleißdecke würde eine Verbesserung des Zustandes herbeiführen. Seit jener Zeit versucht die Fachverwaltung stetig zu erläutern und klar zu machen, dass diese Möglichkeit ausscheidet und lediglich kurzzeitig ein Befahren der Straßenabschnitte dadurch verbessert werden würde. Für die Erhaltung der Befahrbarkeit der Nord- und Dwostraße kommt aus fachtechnischer Sicht ausschließlich ein Austausch des gesamten Fahrbahnaufbaus in Frage. Nur dann ist es möglich, für die Anlieger eine Verbesserung der jetzigen Situation zu erzielen. Die Kosten für eine ausschließlich auf den Austausch der Verschleißschicht vorgesehene Maßnahme vorzusehen, ist nicht mehr als ein Aufschieben der Gesamterneuerung.