Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Keine Sterne am Himmel Delmenhorster mit Fragen zur Winterbeleuchtung

Von Kai Hasse | 19.08.2017, 14:00 Uhr

Die neue geplante Winterbeleuchtung in Delmenhorst sorgt für Fragen aus der Politik. Es sei schade, dass sie wenig weihnachtlich sei, hieß es. Die Stadt hält sie für zukunftsgewandt.

Dass die Weihnachtsbeleuchtung Delmenhorst länger hängt und eher neutral als weihnachtlich ist, hat im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen für Diskussionen gesorgt. Ratsmitglieder wollten genauere Erklärungen. Auch die Finanzierung sorgt für Gesprächsstoff.

Keine Weihnachtssterne

„Prinzipiell“, sagte etwa Stadtratsmitglied Thomas Kuhnke (Bürgerforum/Freie Wähler) über die neue geplante Beleuchtung, „ist das toll.“ Dann kam das Aber: „Es ist schade, dass die Beleuchtung keine weihnachtlichen Motive zeigt.“ Die Winterbeleuchtung, die eben nicht Weihnachts- sondern Winterbeleuchtung heißt, nahm dann die Stadtbaurätin Bianca Urban in Schutz: Die Beleuchtung sei für lange Laufzeiten gedacht, eben nicht nur wenige Wochen über Weihnachten, sondern die doppelte Zeit. „Neutral, zeitgemäß und zukunftsgewandt“ sei sie damit. Damit hatte auch schon Axel Langnau, Chef der Delmenhorster Wirtschaftsförderungs Gesellschaft (dwfg), zuvor argumentiert. Die Beleuchtung solle auch über die Weihnachtszeit hinaus quasi als Straßenbeleuchtung in der dunklen Jahreszeit fungieren. Und im Februar seien beispielsweise Weihnachtssterne unpassend.

Die Stadt zahlt

Weitere Fragen ergaben sich durch die Anschaffungskosten. 200.000 Euro kostet die Beleuchtung nach einer bisherigen Schätzung. Das zahlt die Stadt. Die Kaufleute der Stadt, die bereits die alte Beleuchtung angeschafft hatten, könnten rechtlich nicht für die Beschaffung herangezogen werden. Beiträge zum Erhalt der neuen Beleuchtung auf freiwilliger Basis seien aber willkommen.