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Kerim Pamuk kommt Kabarett-Abend im Delmenhorster Familienzentrum Villa

Von Tina Spiecker, Tina Spiecker | 10.09.2016, 13:30 Uhr

Kerim Pamuk erzählt in seinem Programm „Leidkultur“ am 28. September in der Villa vom leidenschaftlichen Leiden der Deutschen und anatolischem Weltschmerz.

Im Herbst präsentiert das städtische Kulturbüro ein abwechslungsreiches Kabarettprogramm. Zum Auftakt steht Kerim Pamuk am Mittwoch, 28. September, ab 20 Uhr mit seinem aktuellen Programm „Leidkultur“ auf der Bühne des Familienzentrums Villa an der Oldenburger Straße 49. Eine Karte kostet 15 Euro, ermäßigt 13 Euro.

Nichts ist mehr einfach

Kerim ist geprägt durch anatolischen Weltschmerz und gepeinigt vom deutschen Grundjammer. Und so durchsiebt der Comedian das Leben nach großartigen Momenten des Leidens. Es könnte so schön sein: Es gibt Hotline-Hilfe, Online-Support, das Navi im Auto und die Latte im Kaffee – trotzdem ist laut Pamuk heutzutage nichts leicht, ganz im Gegenteil, alles ist Wissenschaft. Selbst das Kinderkriegen funktioniere nicht mehr einfach so und werfe vor allem immer neue Fragen auf: Babyblues oder Stilldemenz? Krabbel- oder Therapiegruppe? Beschneidung oder Konfirmation? Elternzeit oder doch gleich Altersteilzeit?

Ich leide, also bin ich

In seinem neuen Programm nimmt Pamuk Deutsche und Türken gleichermaßen auf die Schippe. Er kennt weder Freund noch Feind und spielt den Stereotypen der nationalen Eigenheiten. Dabei sei festzustellen: Die Deutschen haben es in diesen Zeiten ganz besonders schwer. Ganz nach dem Motto: Ich leide, also bin ich.