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Kirchen-Projekt „Neues Gesicht“ für St. Stephanus in Delmenhorst

Von Marco Julius | 20.10.2016, 09:12 Uhr

Das Projekt „Neues Gesicht“ ist in der St.-Stephanus-Gemeinde gestartet. In den Fokus rückt dabei der generationenübergreifende Austausch.

Delmenhorst. Die Ortsgemeinde St. Stephanus ist dabei, sich ein neues Gesicht zu geben. Dafür ist eigens die Arbeitsgruppe „Neues Gesicht“ ins Leben gerufen worden, wie Pastorin Nele Schomakers erläutert. Bis Ende November soll die Gruppe einen Fahrplan für die Gestaltung des Projektes entwerfen, an dessen Ende so etwas wie das Familienzentrum St. Stephanus steht.

Familie hat viele Facetten

Im Kern geht es laut Schomakers darum, die Gemeindearbeit familienbezogen aufzustellen. „Menschen leben in Beziehungen. Diese Beziehung kann unterschiedliche Facetten haben, so auch in der Familie“, erläutert die Pastorin. Das klassische Model Vater-Mutter-Kind sei mittlerweile durch vielfältige Formen des Zusammenlebens erweitert worden. Patchwork, Regenbogen, alleinerziehende Mütter oder Väter, Pflege- oder Adoptiveltern, Single und andere Möglichekiten werden gelebt. Diesen weiten Begriff der Familie will die Gemeinde aufgreifen und einen Arbeitsschwerpunkt auf Familien und ein entsprechendes Gottesdienstangebot legen.

Gottesdienste für die Kleinen

Projekte, die besonders Familien in den Blick nehmen, gehören schon seit einiger Zeit zum Gemeindeleben. Familiengottesdienste, die gemeinsam mit den Kindertagesstätten St. Paulus und St. Stephanus vorbereitet werden, und „Keks – der Gottesdienst für die Allerkleinsten“ für Familien mit Kindern bis zu drei Jahren gehören zum Angebot.

Die Idee zum Projekt „Neues Gesicht“ ist im August bei einer Klausurtagung entstanden. „Was wollen wir? Wo geht es mit der Gemeinde hin? – Das war unsere Fragestellung, die wir zwei Tage sehr intensiv diskutiert haben“, betont Schomakers. In den vergangenen Tagen ist zudem eine Befragung in der Gemeinde gelaufen, bei der es auch um Wünsche und Anregungen ging. Schomakers hätte sich zwar einen noch größeren Rücklauf der versandten Bögen gewünscht, freut sich aber, dass das Projekt „Neues Gesicht“ in die gleiche Richtung zielt wie die Antworten der Befragten. Die Gemeinde solle lebendiger werden und einen generationenübergreifenden Austausch fördern. „Wir haben mit St. Paulus und St. Sephanus zwei Kindertagesstätten, dazu das Stephanus-Stift bei uns vor Ort. Das bietet sich an, um Alt und Jung zusammenzubringen“, sagt Schomakers. Gemeinsam kochen, Vorlesenachmittage, eine Reparaturwerkstatt, all das sei denkbar.

Einweihung des neuen Glockenstuhls

Als nächstes größeres Ereignis steht in St. Stephanus am Sonntag, 27. November, dem 1. Advent, die Einweihung des neuen Glockenstuhls an. Um 11 Uhr ist die Gemeinde eingeladen, sich „von den Glocken wecken zu lassen“. Das ist durchaus symbolisch gemeint und soll als Startschuss für das „Neue Gesicht“ dienen.