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Klimakonzept weiter umgesetzt Colja Beyer gibt Klimaschutz in Stuhr ein Gesicht

Von Dirk Hamm | 12.01.2015, 20:43 Uhr

Für den Klimaschutz gibt es in Stuhr und Weyhe jetzt eine zentrale Anlaufstelle: Colja Beyer ist als Klimaschutzmanager der beiden Gemeinden eingestellt worden.

Damit hat die Gemeinde Stuhr ein zentrales Vorhaben ihres Klimaschutzprogramms in die Tat umgesetzt. Colja Beyer koordiniert seit Beginn des Jahres die vielen Einzelmaßnahmen, mit denen der Energieverbrauch und der Ausstoß klimaschädlicher Gase drastisch reduziert werden sollen. Beyer ist von den Nachbargemeinden Stuhr und Weyhe gemeinsam eingestellt worden. Sein Büro hat der Diplom-Geograf im Gebäude des Abwasserverbandes in Weyhe-Leeste bezogen.

Das Bundesumweltministerium übernimmt 65 Prozent der Personal- und Sachkosten, die mit der auf drei Jahre befristeten Stelle verbunden sind. Voraussetzung dafür war die Erstellung eines umfassenden Klimaschutzkonzepts. Dieses haben Stuhr und Weyhe gemeinsam 2012 von der Klimaschutzagentur Hannover erstellen lassen. Im Sommer des vergangenen Jahres wurde dann die Stelle eines Klimaschutzmanagers ausgeschrieben.

Colja Beyer sieht sich in seiner neuen Stelle dort angekommen, wo er seit langem hingestrebt hat: „Ich habe mich schon früh für das Thema Klimaschutz interessiert.“ Nach einer Berufsausbildung als Gärtner hat der 43-jährige Nordener, der seit 2002 in Bremen lebt, an der Universität Bremen Geografie studiert und über die Emission klimarelevanter Gase aus organischen Böden promoviert.

Größten Einsparpotenziale bei Wärme- und Stromversorgung

Im gemeinsamen Klimaschutzprogramm von Stuhr und Weyhe ist als Zielmarke die Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 bis zum Jahr 2020 verankert worden. Die größten Einsparpotenziale seien bei der Wärme- und Stromversorgung gegeben, erläutert Colja Beyer. Er wolle sich einen Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten, beispielsweise für das energieeffiziente Bauen, verschaffen, um beratend und vermittelnd tätig werden zu können. Außerdem suche er den Kontakt zu den bereits vorhandenen Akteuren wie dem Verein Stuhr plus und dem Umweltzentrum.

Darüber hinaus verfolge er das Ziel, das Bewusstsein in der Bevölkerung für den Klimaschutz zu stärken. Dazu schwebt Beyer vor, mit den Schulen im Bereich der Umweltbildung zusammenzuarbeiten.