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Kolumne Bachs Hände, der HSV und die Farben der Papaya

Eine Kolumne von Marco Julius | 24.10.2018, 11:23 Uhr

Dass die Welt den Bach runtergeht, das ist längst eine Binsenweisheit. Diese Welt steckt eben voller Absonderlichkeiten. Nicht nur beim HSV. Eine neue Folge Quergedacht über hinkende Vergleiche, Bachs Hände und die Farben der Papaya.

Dass die Welt den Bach runtergeht, das ist längst eine Binsenweisheit. Diese Welt steckt voller Absonderlichkeiten. Nicht nur beim HSV. Dass zum Beispiel meist Menschen After-Work-Partys feiern, die gar nicht so recht wissen, was echte Arbeit ist, gehört ganz sicher auch dazu. Und ob zum Beispiel jeder aus dem Stegreif beschreiben kann, wie eine Papaya aussieht, geschweige denn schmeckt? Zumindest ist sie derzeit in vieler Munde. In Bayern, da wollen die Großkopferten nämlich die Papaya-Koalition auf den Weg bringen. Was zunächst klingt wie eine gesunde Sache, ist die Koalition aus schwarz (CSU) und orange (Freie Wähler), den Farben der Papaya. Der Mensch braucht offensichtlich Vergleiche, die stärker hinken als ein schwer angeschlagener Kicker im Volksparkstadion. Zumindest vorerst jedenfalls bleibt einem die Haselnuss-Koalition erspart. Die ist bekanntlich schwarz-braun, wie schon Heino knödelte. Besserwisserisch mag man jetzt sagen, die AfD habe im politischen Spektrum die Farbe blau. Aber wer will da kleinlich sein?

Was man wissen muss

Was man noch wissen muss? Bach, der hatte ziemlich große Hände. Bevor jetzt die Frage kommt, bei welchem Verein der spielt: Es geht um Johann Sebastian Bach, einen der Größten der Musikgeschichte. Der war zwar mit 1,80 Meter für seine Zeit bereits relativ lang. Jetzt kommt aber heraus, das Bachs linke Hand eine „ungewöhnliche Länge und Spanne“ hatte. Damit konnte das Musikgenie, so haben Wissenschaftler ermittelt, mit kleinem Finger und Daumen einen Abstand von zwölf weißen Klaviertasten überbrücken. Wer will denn da noch wissen, wie Papaya schmeckt, wenn er erst einmal diese Information geschluckt hat?