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Kolumne Quergedacht: Einfach zum Mond schießen

Eine Kolumne von Marco Julius | 24.07.2019, 11:23 Uhr

In der neuen Folge unserer namhaften Kolumne geht es um die Mondlandung und Legenden des Sports.

Früher war sogar die Zukunft besser, sagen Nostalgiker. Das erklärt, warum gerade das Jubiläum der ersten bemannten Mondlandung ein so großes Echo findet. 50 Jahre ist es bereits her, dass der erste Mensch den Trabanten betrat. Vielleicht ist das Jubiläum aber auch nur deshalb in aller Munde, weil jeder mindestens einen kennt, den er gern zum Mond schießen möchte. Aber wenn das ginge, dann könnte es da oben eng werden. Vor allem bei Halbmond. Sei es drum. Mister Armstrong und Co. haben Geschichte geschrieben. Und wer Geschichte schreibt, bleibt im Gedächtnis. Als Kind dachte man, dass der erste Mann auf dem Mond Glück gehabt hat, dass er Amerikaner war. Hätte ihn die Welt auch so gefeiert, wenn er Niels Armstark benamst gewesen wäre?

McNamara und McNameeAls Kind dachte man so einiges, meist Unfug. Namen fand man ulkig. Wer in den frühen 80ern mit der Sportschau groß geworden ist, der erinnert sich an Eishockey-Legende Erich Kühnhackl, der im Nationalteam von Xaver Unsinn trainiert wurde. Was für sprechende Namen! War es nicht herrlicher Unsinn, wie der Xaver Eishockey ausgesprochen hat? So als reime es sich auf Spiegelei?

Schön war es auch, dass baumstarke Typen, die mit dem Ball durchs Wasser pflügten, in den 80ern Hagen Stamm hießen. Gut, der Wasserballer heißt heut noch so. Als Kind fand man das aber witziger. Wahrscheinlich weil früher alles besser war. Zur gleichen Zeit smashte sich auch ein Tennis-Doppel durch die Sportschau. Peter, Paul und Mary. Also ohne Mary. Peter McNamara und Paul McNamee, Namen wie ein Abzählreim! Wie geschaffen füreinander. Leider ist McNamara jetzt zu früh verstorben. Und das betrübt nicht nur Nostalgiker.