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Kolumne Quergedacht: Ins Bett mit Sheerans Ed

Von Marco Julius | 21.11.2018, 10:23 Uhr

Männer wollen mehr Sex, Frauen bevorzugen Wellness. Wer einfach nur schlafen will, der sollte Ed Sheeran hören. Und wo liegt eigentlich die Bredouille? Eine neue Folge Quergedacht.

Kennen Sie das? Man berichtet der besten Freundin am Telefon, man sei mal wieder in der Bredouille – und die beste Freundin antwortet: „Ach Gott. Frankreich. Wie schön!“ Oder kennen Sie das, nachts vor Kummer – oder wahlweise Hunger – nicht in den Schlaf zu kommen? Da gibt es Abhilfe, wie eine Umfrage der University of Sheffield jetzt zeigt. Demnach haben 60 Prozent aller Befragten angegeben, schon einmal Musik gehört zu haben, um endlich in den Schlaf zu finden. Top Schlafmittel, wenn mal wieder nur der Mann im Mond zuschaut: Johannes Sebastian Bach. Der kommt noch vor Wolfgang Amadeus Mozart, obwohl der wiederum immerhin passenderweise „Eine kleine Nachtmusik“ geschrieben hat. Zwischen die beiden Genies hat sich der bleiche, rotbeschopfte Ed Sheeran, britischer Schmus- und Schmusesänger, geschoben. Unsereiner bleibt lieber die ganze Nacht lang wach, als freiwillig dessen Musik zu hören. Wir halten es dann mit Trude Herrs Bekenntnis: „Ich bin morgens immer müde, aber abends bin ich wach“. Morgens, singt sie, da sei sie so solide, aber abends, nun, da werde sie schwach. Die Nacht sei zum Tanzen da. Eine schöne Form der Freizeitbeschäftigung.

Leben wie Gott in der Bredouille

By the way: Die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hat Zahlen veröffentlicht, die darüber Auskunft geben, was Männer und Frauen in ihrer eng bemessenen Freizeit häufiger machen möchten. 57 Prozent der Männer, Topwert, sie sind so leicht zu durchschauen, geben an, sie hätten gern häufiger Sex. Leben wie Gott in der Bredouille. Frauen möchten lieber öfter Wellness machen, für mehr Sex sprechen sich hingegen nur 34 Prozent von ihnen aus. Wie soll man da zusammenkommen?