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Kommentar Entwicklung der Geburtshilfe am JHD: Geld weist den Weg

Meinung – Thomas Breuer | 02.01.2019, 20:21 Uhr

Die neue Diskussion um die Geburtshilfe im Delmenhorster Krankenhaus ist bedauerlich.

Die Unsicherheit, sie ist da und sie ist verständlich. Schon einmal gab es in der Stadt ein großes Hickhack um die Frauenklinik – am früheren städtischen Klinikum. Ende 2012 mündete es in die Schließung des kompletten Bereichs aus wirtschaftlichen Gründen.

Verunsicherung und Imageverlust

Zwar hat in der jetzigen Diskussion kein Verantwortlicher auch nur angedeutet, dass es im JHD auf Sicht keine Geburten mehr geben soll. Doch Verunsicherung und Imageverlust sind beträchtlich: Der guten Entwicklung mit besonderem Augenmerk auf natürliche Geburten ist die personelle Spitze genommen worden. Wie viele Hebammen unter der neuen Führung bleiben, ist unklar.

Krankenhäuser ringen um teure Eingriffe

Die Zahl von 953 Geburten im vergangenen Jahr war ein großer Erfolg für das Krankenhaus in neuer städtischer Trägerschaft. Nur wirtschaftlich offenbar nicht. Und allein darauf scheint es heutzutage anzukommen. Auch im Ringen um mehr teure Eingriffe zwischen den Krankenhäusern in der Region.

Die neuerliche Debatte um das sich gerade stabilisierende JHD ist ein bedauerlicher Rückschritt.