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Kommentar Fördergelder für die Integration: Gezerre und Gewürge

Meinung – Frederik Grabbe | 14.12.2018, 22:09 Uhr

Die Zukunft der Berufsberatungsstelle Kausa für junge Migranten und Geflüchtete steht noch immer auf der Kippe. Trotz einer Welle des Zuspruchs, wird die Förderung nicht fortgesetzt. Der Kampf um Geld für dringend notwendige Integrationsarbeit wird immer mehr zum Gezerre und Gewürge. Ein Kommentar.

Der Kampf um Fördergelder in der Integration wird immer mehr zu einem einzigen Gezerre und Gewürge. Die Praxis, nur über kurze Zeiträume für gute Zwecke Geld fließen zu lassen, für diesen Geldfluss aber immer wieder Neuanträge zu verlangen, ist kurzsichtig und alles andere als nachhaltig. Im Falle der Kausa-Servicestelle sind vor allem jene Verlierer, denen eigentlich geholfen werden sollte. Also junge Migranten. Darum ist es Zeit, das Fördern neu zu denken: Würde einer Stadt über einen langfristigen Zeitraum die Fördersumme X garantiert, könnte diese sich aus diesem Topf zweckgebunden bedienen. Das würde den Projekt-Mitarbeitern auch mehr Planungssicherheit geben.