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Kommentar Langer Atem im Delmenhorster Wollepark gefragt

Meinung – Marco Julius | 04.08.2016, 18:36 Uhr

Mit einer konzertierten Aktion wollen Stadtverwaltung und Polizei die Zustände im Wollepark schnell und zugleich langfristig verbessern. Die Akteure arbeiten dabei Hand in Hand. Ein Kommentar von Marco Julius.

Wird aber auch Zeit, mag sich mancher denken, dass im Wollepark mal „aufgeräumt“ wird. Das Sanierungsgebiet mit den zahllosen sozialen Missständen ist seit langer Zeit ein Problemviertel und Brennpunkt. Polizei und Stadt haben klargemacht, dass sie handeln wollen – und – nicht immer sichtbar für die Öffentlichkeit – seit längerer Zeit bereits handeln. Leicht ist die Aufgabe, die auch eine gesellschaftliche Aufgabe ist, nicht, aus dem Wollepark ein Viertel zu machen, in dem jeder gerne und angstfrei lebt. Die Entschlossenheit, die die Akteure demonstrieren, darf als Zeichen dafür genommen werden, dass das Quartier nicht aufgegeben wird. Die Hoffnung auf die städtebauliche Entwicklung, vornehmlich geprägt durch die Abrissbirne, ist nicht unbegründet. Gefragt ist aber jetzt vor allem der lange Atem.