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Kommentar So eine politische Kultur braucht keiner

Meinung – Thomas Breuer | 07.07.2016, 20:25 Uhr

Politiker sehen sich des Öfteren dem Vorwurf ausgesetzt, unter einem besonders starken Drang zur Selbstdarstellung zu leiden.

Wie zutreffend diese Einschätzung sein kann, offenbart in ganzer Selbstherrlichkeit die öffentlich gemachte schriftliche Auseinandersetzung zwischen Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) und dem FDP-Fraktionsvorsitzenden im Rat, Murat Kalmis.

Wichtigtuerei und Verletzlichkeit

Der Mail-Wechsel dokumentiert gleichermaßen Wichtigtuerei und Verletzlichkeit. Dass Kalmis allzu gerne den Weg in die Öffentlichkeit sucht, anstatt mögliche Problemlagen auf direktem Wege leise und effektiv zu klären, ist hinlänglich bekannt. Dass aber der Oberbürgermeister jetzt auf dieser Schiene mitfährt, gibt zu denken. Was beide dabei vergessen: In der Öffentlichkeit braucht so etwas keiner. Das Bild vom Volksvertreter wird dadurch nicht besser.