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Kommentar zum FDP-Vorstoß Nostalgie und Ängste prägen Standort-Debatte

Meinung – Thomas Breuer | 14.08.2016, 20:47 Uhr

Wenn man der Delmenhorster FDP eines attestieren darf, dann ihr untrügliches Gespür dafür, woher der Wind gerade weht, und die Bereitschaft, sich davon mittragen zu lassen.

Ihre wahre Größe zeigt sich darin, auch finanzielle Aspekte und Ratsbeschlüsse bei der Diskussion auf der Straße infrage zu stellen. Das mag manchem imponieren, andere haben dafür nur ein Wort: populistisch.

Überwiegend sehr emotionale Einlassungen

Es waren zumeist sehr emotionale Einlassungen, die die Begegnungen am FDP-Wahlstand prägten. Einerseits verständlich, weil die Materie sehr komplex ist und dem Laien einiges abverlangt, wenn er sich mit ihr beschäftigt. Anderseits können die gutachterlich ermittelten Daten nicht einfach vom Tisch gewischt werden, weil sie manchem nicht gefallen.

Der Wahlkampf bietet das Forum

Je emotionaler die Debatte geführt wird – und der Wahlkampf bietet dafür das perfekte Forum –, desto weniger wird sie ein Gewinn sein. Denn nostalgische Erinnerungen oder diffuse Ängste können die Zukunft nicht prägen.