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Kommentar zur Hertie-Zukunft Stadt Delmenhorst muss in Parkhaus-Frage Kompromiss suchen

Meinung – Michael Korn | 17.08.2016, 18:44 Uhr

Die Wiederbelebung des alten Hertie-Kaufhauses in der Delmenhorster Innenstadt hängt stark mit dem Angebot von nahegelegenen Parkplätzen ab. In dieser Frage muss der Rat seine bisherige Blockadehaltung aufgeben und sich für eine Lösung am Vorwerk kompromissbereit zeigen, meint unser Kommentator.

Die Chance für eine Wiederbelebung der Delmenhorster Hertie-Ruine steht und fällt mit einem ausreichenden und attraktiven Parkplatz-Angebot . Dabei spielen Nähe und Erreichbarkeit eine zentrale Rolle. Ein guter Standort kann zugkräftige Ladenmieter und Kunden locken. Es geht dabei nicht nur um Ex-Hertie, sondern um eine Unterstützung für den gesamten Einzelhandelsbereich zwischen Marktplatz und Schweinemarkt. Bevor die Ratsparteien Vorschläge für eine Nutzung des Parkplatzes Am Vorwerk kategorisch abblocken, sollten zumindest einmal konkrete Pläne vorgelegt und beraten werden - unter Einbindung der Anwohner und Geschäftsinhaber.

Politisch motivierte Widerständler

Schlecht beraten wäre die Politik, wenn jetzt ausschließlich die teils politisch motivierten Widerständler aus der Anwohnerschaft Gehör fänden . Möglicherweise lässt sich in einem transparenten Abstimmungsverfahren ein Kompromiss finden, der alle Seiten zufriedenstellt. Es geht nach den neuen glaubhaften Angaben des Hertie-Investors gegenüber dem dk nicht um einen Betonklotz, der den gesamten Vorwerk-Parkplatz samt angrenzenden Grünanlagen und Gärten schluckt. Im vorderen Bereich zur Cramerstraße hin wäre eine sich in die Umgebung einfügende, begrenzte Parkpalette durchaus vorstellbar - nach dem Vorbild des Bremer Parkhauses an der Kulturmeile im Ostertor. Ein Parkhaus muss schließlich nicht in die Höhe, sondern kann wenigstens zum Teil auch in die Tiefe gebaut werden!