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Kommunaler Präventionsrat Neuer KPR-Name steht für Aufbruch in Delmenhorst

Von Sonia Voigt | 24.04.2017, 19:51 Uhr

Der Kriminalpräventive Rat der Stadt heißt ab sofort Kommunaler Präventionsrat. Die bewährte Abkürzung KPR kann damit bleiben.

Auch weil Delmenhorst nach zwei Jahrzehnten Kriminalprävention heute zu den sichersten Städten Niedersachsens gehört, steht die Abkürzung KPR ab sofort für einen anderen Namen. Der Kriminalpräventive Rat der Stadt heißt ab sofort Kommunaler Präventionsrat. Das haben die KPR-Mitglieder kürzlich einstimmig beschlossen.

Langgehegter Wunsch nach neuem Namen

„Die positive Aufbruchstimmung der Stadt macht auch vor dem KPR nicht halt“, sagt Geschäftsführerin Ruth Steffens. „Schon lange bestand der Wunsch nach einer aufbauenden Umbenennung.“ Das Gesamtkonzept, Maßnahmen zur Kriminalitätsverhütung auf Dauer anzulegen, sei voll aufgegangen, bekräftigt Steffens. Doch die Arbeit gehe weiter, denn eine Kommune ganz ohne Gewalt sei wohl utopisch.

Umbenennung rückt Jugendprojekte aus „Kriminalitätsecke“

Die Verhütung von Kriminalität soll denn auch Kernaufgabe des KPR bleiben, doch der neue Name rücke bedeutende KPR-Jugendprojekte wie die Mitternachtshallen und das Suchtpräventionskonzept der Arbeitsgemeinschaft Schule aus der „Kriminalitätsecke“.

Delmenhorst war bei Prävention bundesweit Vorreiter

Als Oberstadtdirektor Willi Schramm angesichts der hohen Kriminalitätsrate 1987 das bundesweit erste Präventionsbüro in Delmenhorst initiierte, war die Idee, Verbrechen zu verhüten, statt sie zu bestrafen, noch neu. Der spätere Oberstadtdirektor Dr. Norbert Boese trieb dies 1994 mit der Gründung des bis dahin zweiten Kriminalpräventionsrats im gesamten Bundesgebiet weiter voran.

Angelika van Ohlen prägte KPR als langjährige Geschäftsführerin

Vor allem Angelika van Ohlen habe als Geschäftsführerin 15 Jahre lang den KPR geprägt und den Verbund aus Kommunalverwaltung, Polizei, Justiz, Schule und vielen anderen wichtigen Institutionen der Stadt am Laufen gehalten, betont die Stadt in einer Pressemitteilung. Die jährliche Polizeiliche Kriminalstatistik beweise die Wirkung der Prävention: die Straftaten vor Ort haben sich seit 1987 nahezu halbiert (1987: 12.110 Straftaten; 2016: 6.641 Straftaten).