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Kommunalwahl 2016 AfD Delmenhorst: Keine Flüchtlingspolitik im Wahlkampf

Von Michael Korn | 28.07.2016, 13:25 Uhr

Die AfD Delmenhorst will im Wahlkampf für die Kommunalwahl am 11. September 2016 lokale Themen in den Vordergrund stellen, und nicht die Flüchtlingspolitik. Das sagte Ortsverbandschef Holger Lüders gegenüber dem dk nach Bekanntgabe der zehnköpfigen Afd-Kandidatenliste.

„Flüchtlinge sind nicht unser Thema, das ist große Politik. In Delmenhorst ist ja so weit alles ruhig, das haben die anderen Partein gut organisiert. Wir kämpfen für Delmenhorster Themen“. Diese Marschrichtung für den Wahlkampf vor der Kommunalwahl am 11. September 2016 gab der Delmenhorster AfD-Chef Holger Lüders, der selbst für den Stadtrat kandidiert, im dk-Gespräch am Donnerstag, 28. Juli, aus. Am Vortag hatte der Gemeindewahlausschuss bekannt gegeben , dass die hiesige Alternative für Deutschland für das Stadtparlament zehn Bewerber ins Rennen schickt. Überraschenderweise waren dabei die linke ProDelmos durchs Raster gefallen, weil sie die erforderlichen Unterschriften nicht zusammenbekamen.

Bauland, City, Krankenhaus

Für die AfD treten laut Lüders an: Neben seiner Person Lothar Mandalka, Jürgen Kühl, Rainer Kutz, Cindy Heinken, Stefan Kappe, Yakub Seven, Maximilian Martins, Gabriele Friese, Elvira Jurk. Spitzenvertreter seien Mandalka, Kühl und Lüders. Schwerpunkt-Themen vor Ort seien das geplante Neubaugebiet Langenwisch in Stickgras, der neue Fahrrad-Schnellweg, die Innenstadt-Entwicklung, der Neubau des Josef-Hospitals sowie die Zukunft des Wolleparks. Lüders, selbst Anwohner des Wolleparks, bekräftigte, er selbst vertrete auch aufgrund seiner früheren beruflichen Laufbahn im medizinischen Bereich eine andere, moderatere Auffassung zum Umgang mit Migranten als dies andere AfD-Vertreter tun. Zu den bislang ausschließlich teils rechtspopulistisch geprägten Aussagen auf der AfD-Facebookseite sagte Lüders, dies liege daran, dass soziale Medien eine Reichweite auch außerhalb Delmenhorsts erzielten und die dafür verantwortlichen AfDler sich eben mehr auf das bundesweite Flüchtlingsthema beschränkten.

Infostände und Plakate

Eine Prognose, mit wie vielen Ratsmandaten die örtliche AfD rechnet, wollte Lüders nicht abgeben. Er kündigte Wahlplakate und Infostände für den August an. Ein Wahlkampfauftritt sei mit dem Abgeordneten Alexander Tassis aus der Bremer Bürgerschaft geplant.