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Kommunen arbeiten zusammen Verlängerung der Linie 8 nach Stuhr passiert Wegmarke

Von Dirk Hamm | 31.03.2015, 22:58 Uhr

Bremen, Stuhr und Weyhe haben das weitere Vorgehen bei der geplanten Straßenbahnverlängerung festgezurrt. Der Stuhrer Rat hat eine Vereinbarung der Kommunen abgesegnet.

Es ist eines der Dauerbrenner der Stuhrer Politik, das Thema Verlängerung der Straßenbahnlinie 8. Bereits 2007 war beschlossen worden, diese Linie vom bisherigen Endpunkt Roland-Center in Huchting über die durch Moordeich, Alt-Stuhr und Brinkum verlaufende Trasse der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn GmbH (BTE) bis nach Weyhe-Leeste auszubauen. Den Stuhrer Bürgern soll so ein weiteres Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs eröffnet werden.

Während auf niedersächsischer Seite seit 2013 ein Planfeststellungsbeschluss vorliegt, steht dieser auf Bremer Seite noch aus. „Wie lange doktern wir an der Linie schon herum. Wir auf niedersächsischer Seite haben unsere Hausaufgaben gemacht“, brachte SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne Cohrs bei der jüngsten Ratssitzung die Ungeduld auf Seiten der überwiegenden Mehrheit des Gremiums auf den Punkt. Bis auf die Fraktion „Besser“ stimmten alle Ratsmitglieder der Vereinbarung zu, die zwischen Bremen, Stuhr und Weyhe als Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung des Verkehrsprojekts geschlossen worden ist.

Bremen muss Bau- und Verkehrskonzept entwicklen

In dieser Vereinbarung werden die Kompetenzen des länderübergreifenden Vorhabens geregelt. Die Hansestadt verpflichtet sich unter anderem dazu, „sämtliche Projektmanagementleistungen“ zu übernehmen, die Vermessungen zu besorgen sowie zur „Entwicklung und Abstimmung eines Bau- und Verkehrskonzepts“. Weiterhin ist in dem Papier festgelegt, dass sowohl Bremen als auch Stuhr und Weyhe jeweils die der anderen Seite entstehenden Kosten übernehmen, wenn es durch Entscheidungen ihrerseits zu Verzögerungen oder zum Aus für das Projekt kommt.

Ebenso wie die Fraktion „Besser“ kritisiert die Bürgerinitiative „Aktiv“, dass unklar sei, wie die laut Vereinbarung „einheitlichen Standards“ aussehen sollen. „In Bremen sollen völlig neue Gleise gelegt werden, während die maroden Gleise in Stuhr und Weyhe nur ertüchtigt werden sollen“, gibt Monika Kannowski, Vorsitzende von „Aktiv“, zu bedenken.