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Kontakt zu Firmen knüpfen Delmenhorster Fachschüler mit Innovationsgeist

Von Frederik Grabbe | 20.05.2015, 15:32 Uhr

Angehende Maschinentechniker der BBS II haben regionalen Unternehmen Projektarbeiten präsentiert. Möglich, dass auch gleich der Kontakt zum künftigen Arbeitgeber entstand.

Wie bohrt man ein Bohrloch mit möglichst wenig Arbeitsaufwand? Und wie findet man bei der Suche nach einer Antwort auf diese Frage möglicherweise seinen künftigen Arbeitgeber? 17 Berufsschüler der Fachschule Maschinentechnik an der BBS II haben in den vergangenen Wochen 160 Stunden in vier Projektbetrieben in der Region verbracht. Gestern stellten sie in der Berufsschule vor Mitschülern und Firmen wie der Deutschen Bahn, Daimler oder Klingele ihre Projektergebnisse vor.

Arbeitsschritte effektiver und schneller gestalten

Jelto Steinert (26), Hannes Köhler (22), Maurice Mücke (23) und Kira Rostalski (23) beispielsweise haben einen Anschlaghalter konzipiert, der Nietköpfe in der Bohrunterlage überstandslos verschwinden lässt. Diese Technik wird etwa bei Bauteilen verwendet, mit denen Schalenstücke von Flugzeugen befestigt werden. Zudem entfällt ein Arbeitsschritt beim Senken der Nietköpfe. Bis auf ein hundertstel Millimeter genau arbeite der Anschlaghalter, „gerade aus Sicherheitsgründen ist das in der Luftfahrt wichtig“, sagt Steinert. Im Grunde haben sich die Fachschüler mit der Aufgabe befasst, einen Arbeitsschritt effektiver und schneller zu gestalten. Bei ihrem Projekt arbeiteten die angehenden staatlich geprüften Techniker mit dem Werkzeugbauer BoSys aus Hude zusammen. „Die Projektvorstellung ist Teil der Abschlussprüfung“, erklärt der Teamleiter der Fachschule Maschinentechnik, Dr. Pierre Schulze.

Kontakt zu Unternehmen knüpfen

Die Präsentationen und die Zusammenarbeit während des Projektes dienten nicht zuletzt der Kontaktaufnahme zu den Firmen selbst. „Die Fachschüler können sich zeigen – und die Unternehmen bekommen möglicherweise Appetit, Berufsschüler unserer Fachschule einzustellen“, Schulze.