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Kontrolle am frühen Morgen Polizeistreife erwischt drei Minderjährige in BMW

Von Sascha Sebastian Rühl | 20.11.2018, 18:21 Uhr

Die Delmenhorster Polizei hat am Montagmorgen drei Jugendliche am Steuer eines 5er BMWs erwischt. Bei genauerer Kontrolle kamen nicht nur der fehlende Führerschein, sondern auch zahlreiche weitere Vergehen zutage.

Konsequenzen für drei Jugendliche hatte laut Polizei die Kontrolle eines 5er BMWs am frühen Montagmorgen in Delmenhorst. Beamte der Polizei Delmenhorst stellten das Auto an der Liegnitzer Straße fest. Als der Streifenwagen in die Straße bog, setzte sich der BMW in Bewegung und wurde mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Görlitzer Straße gefahren. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und konnten den flüchtigen Wagen an der Bürgermeister-Koch-Straße stoppen.

Drei Jungen im Auto

Im Fahrzeug befanden sich drei minderjährige Jungen. Dabei wurde der BMW von einem 15-Jährigen aus Delmenhorst gefahren. Beim Beifahrer handelte es sich um einen 15-jährigen Jungen aus Ganderkesee, hinten saß ein 14-jähriger Delmenhorster.

Angeblich Auto gekauft

Der 15-jährige Fahrzeugführer war laut Polizei natürlich nicht im Besitz einer entsprechenden Fahrerlaubnis. Am BMW waren zudem Kennzeichen angebracht, die als gestohlen galten. Der 15-Jährige gab an, dass Fahrzeug gekauft und mit diesen Kennzeichen versehen zu haben. Der BMW wurde zunächst beschlagnahmt.

Mehrere Verfahren eingeleitet

Gegen den Jungen wurden mehrere Verfahren eingeleitet. Unter anderem muss er sich wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Diebstahls, Urkundenfälschung und Verstößen gegen das

Pflichtversicherungs- und Kraftfahrzeugsteuergesetz verantworten.

Mögliche Verbindung zu brennenden Autos

Alle drei Insassen wurden zur Klärung des Sachverhalts mit zur Dienststelle genommen. Die Ermittlungen brachten zutage, dass die Jugendlichen mit einem Vorfall bei einem Autohandel in Wietzen im Landkreis Nienburg/Weser in Verbindung stehen könnten, bei dem auch vier Fahrzeuge in Brand gerieten. Der Sachschaden in diesem Fall wurde auf mindestens 40.000 Euro geschätzt.

Keine Haftgründe festgestellt

Die drei dringend tatverdächtigen Jugendlichen wurden vernommen und erkennungsdienstlich behandelt. Durch die eingeschaltete Staatsanwaltschaft Oldenburg wurde das Vorliegen von Haftgründen geprüft. Nach Abschluss der Prüfung wurde kein Haftbefehl beantragt. Die Jugendlichen wurden am Nachmittag aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen, die Ermittlungen gegen sie werden fortgeführt.