Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Konzert in Delmenhorst Power! Percussion erzeugen Beben im Kleinen Haus

Von Eyke Swarovsky | 04.03.2016, 14:12 Uhr

Das Schlagzeug-Quartett Power! Percussion hat am Donnerstag Halt im Kleinen Haus gemacht. Das Publikum bekam mehr als zwei Stunden hämmernde Beats und träumerische Klänge aufs Ohr.

Ein Schlagzeug-Konzert über zweieinhalb Stunden – wird das nicht irgendwann langweilig? Nein! Nicht, wenn Power! Percussion auf der Bühne stehen. Dass dieser Donnerstagabend im Kleinen Haus gut wird, ist schon nach zwei Minuten klar. Das Publikum im zu gut drei Vierteln besetzten Saal ist klatschfreudig und steigt schon in der ersten Nummer mit ein. Beim Viervierteltakt ist das auch noch problemlos möglich. Beim Siebenachteltakt später im Programm wird das deutlich schwieriger.

Freude für Ohren und Augen

Was Stephan Wildfeuer, Rudi Bauer, Jürgen Weishaupt und Christoph Schmid in ihrem Programm „More than Rhythm“ darbieten, ist nicht nur Freude für die Ohren, sondern auch für die Augen. Zu dem teils filigranen, teils rauen Getrommel auf dicken Stand-Toms, Snares, Claves, Leitern und alten Ölfässern gesellt sich eine imposante Lichtshow. So macht Trommeln Spaß.

Humor und Spielfreude

Ihre Show garnieren die seit Jahren perfekt eingespielten Drummer immer wieder mit einem Augenzwinkern und enormer Spielfreude. Die Mischung kommt an und ist perfekt dosiert.

Zwischendurch auch leise Töne

Es kommt am Donnerstag aber nicht nur auf die lauten Töne mit diesem angenehmen Bass-Kribbeln in der Brust an. Das wird besonders dann deutlich, wenn Jürgen Weishaupt und Christoph Schmid zum Duell im Leisespielen auf der Snare antreten, oder Rudi Bauer die Schlegel auspackt, um solo am Marimba eine träumerische Atmosphäre zu schaffen.

Tanz zwischen den Stuhlreihen

Am meisten Spaß machen aber definitiv die Teile des Abends, die knallen. Bei denen das Bein mitgeht, ob man will oder nicht. Bei denen der Boden und die Wände beben. Und so verwundert es auch kaum, dass es am Ende stehende Ovationen gibt und das Publikum während der drei Zugaben beginnt, zwischen den Stuhlreihen des Kleinen Hauses zu tanzen.