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Konzert in Markthalle Deutsche und polnische Schüler musizieren in Delmenhorst

Von Marco Julius | 05.05.2019, 16:40 Uhr

Ein Konzert bildet den Höhepunkt des Austausches zwischen dem Max-Planck-Gymnasium Delmenhorst und der Partnerschule in Lublin.

Melodien aus dem Computerspiel „The Legend of Zelda“ in sinfonischer Bearbeitung: Auch solch ungewöhnliche Musik erklingt am Freitag, 10. Mai, ab 17 Uhr bei freiem Eintritt in der Markthalle. Das öffentliche Konzert bildet den Höhepunkt eines Besuchs von Schülern des Karol-Lipinski-Gymnasiums aus der Delmenhorster Partnerstadt Lublin bei ihren Altersgenossen aus dem Max-Planck-Gymnasium.

27. Jahrestag der Städtepartnerschaft

Eingeladen sind ausdrücklich nicht nur Angehörige und Freunde der jungen Instrumentalisten, sondern auch alle anderen Musikinteressierten. Ihnen verspricht die Schule einen ebenso abwechslungsreichen wie niveauvollen frühen Abend. Die Veranstaltung ist gleichsam ein minimal vorgezogenes Geschenk zum 27. Jahrestag der Städtepartnerschaft: Der Vertrag zwischen Delmenhorst und Lublin wurde am 11. Mai 1992 offiziell besiegelt. Ungefähr genauso lange pflegen die beiden Schulen auch schon ihren Austausch. Das Max-Planck-Gymnasium verbindet dabei zwei Schwerpunkte – die internationale Ausrichtung als anerkannte Europaschule und das bereits ähnlich lange bestehende musikalische Profil.

Von Klassik bis Pop

Das Repertoire der Zehntklässler reicht von Klassik bis zu Jazz, Rock und Pop. So kann sich das Publikum etwa auch auf eine Fantasie des englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams über das Volkslied „Greensleeves“, den Jazz-Standard „It Don’t Mean a Thing (If It Ain’t Got That Swing)“ von Duke Ellington und Filmmusik aus „Pink Panther“ freuen. Neben Ensemble-Stücken sind einige solistische Darbietungen zu hören.

Die Grundzüge des Programms hat das deutsch-polnische Orchester im vergangenen Herbst erarbeitet, als die Maxe-Schüler aus der Musikklasse des zehnten Jahrgangs für eine Woche in Lublin zu Gast waren. Beim jetzigen Gegenbesuch ab dem 6. Mai wird es noch erweitert und verfeinert.

Alle Schüler der Maxe-Musikklasse spielen ein Instrument. Ihre polnischen Kollegen werden sogar auf einem Haupt- und einem Nebeninstrument unterrichtet. Denn bei ihrer Schule handelt es sich um ein spezielles Musikgymnasium; viele Absolventen studieren anschließend Musik.

Dementsprechend hoch ist das Niveau. Die jungen Polen erhalten eine eher klassische Ausbildung und genießen die Beschäftigung mit Jazz, Rock und Pop als willkommene Abwechslung. Für die Delmenhorster ist es dagegen eine besondere Bereicherung, in den gemeinsam vorgetragenen Stücken den sinfonischen Orchesterklang zu erleben.

Fahrten nach Bremen und Hamburg

Maßgeblich finanziert wird das Musik-Projekt vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk. Es trägt den Großteil der Reise- und Aufenthaltskosten. Neben den intensiven Proben bleibt den Jugendlichen auch noch Zeit für persönliche Begegnungen und eher touristische Aktivitäten. So werden die polnischen Gäste nicht nur von ihren Gastgebern durch die Stadt geführt, sondern lernen auch Bremen, Bremerhaven und Hamburg kennen.

Ein paar Eindrücke von Lublin können dagegen Besucher des Konzerts bekommen. Der ehrenamtliche Partnerschaftskreis bereitet eine kleine Ausstellung vor, die zu diesem Anlass in der Markthalle zu sehen sein wird.