Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Kosten und kaufen VHS Delmenhorst lädt wieder zur Weinmesse

Von Marco Julius | 26.01.2019, 13:50 Uhr

Zur Weinmesse 2019 lädt die Volkshochschule (VHS) Delmenhorst alle Weininteressierte in den Lichthof der VHS auf der Nordwolle ein.

Am Freitag, 1. Februar, beginnt die Weinmesse um 16.30 Uhr. Zwölf Winzer aus Weinbauregionen in Deutschland, ergänzt um zwei Luxemburger Weingüter, präsentieren sich und ihre Erzeugnisse und freuen sich auf anregende Gespräche.

Gäste können die Weine der Winzer probieren und auf Wunsch natürlich auch bestellen. „Somit wird die Weinmesse zur geschmacklichen Weiterbildung par excellence, die informativer, genussreicher, unmittelbarer und nachhaltiger nicht zu haben ist“, betont Kai Reske, Programmbereichsleiter bei der VHS. Der „Delmenhorster Männerkochclub“ bietet erneut auserlesene Speisen an. Einen Büchertisch mit Neuerscheinungen rund um das Thema Wein bereitet Sabine Jünemann von der gleichnamigen Buchhandlung vor. Der Eintritt zur Messe kostet sieben Euro zuzüglich drei Euro Pfand für das Weinglas.

Experte lobt deutsche Weine

Für den Organisatoren der Weinmesse, den Weinexperten Karl-Heinz Finger, ist ein Trend erkennbar: „Deutsche Weine sind seit einiger Zeit weltweit gefragt wie nie. Dafür gibt es genügend Gründe. Zum einen ist die geschmackliche Vielfalt aufgrund der zahlreichen unterschiedlichen Rebsorten, die von deutschen Winzern angebaut werden, unübertroffen, zum anderen sind die Geschmacksprofile von trocken bis edelsüß in dieser Ausprägung in keinem anderen Land zu finden.“ Aufgrund der Unterschiede in geologischer und klimatischer Hinsicht seien die regionalen, ja sogar lokalen Aromen extrem vielschichtig. „So ist eben zum Beispiel ein Riesling von der Mosel geschmacklich völlig anders geartet als einer aus Rheinhessen und ein fränkischer Silvaner schmeckt gänzlich anders als ein badischer“, sagt Finger.

Daneben sei der Wissensstand und damit das Können deutscher Winzer in seiner Breite einzigartig: von dualer Ausbildung über Techniker- und Meisterausbildung, duales Studium bis hin zu Hochschulstudiengängen, die mit Forschungsprojekten verknüpft sind, sei alles vertreten, was sich nicht zuletzt in der Qualität der Weine niederschlägt.

„Selbst deutsche Rotweine, die lange Zeit als das Stiefkind des hiesigen Weinbaus angesehen wurden, haben in den vergangenen 20 Jahren eine besondere Entwicklung hinter sich, begünstigt durch neue Techniken wie Barrique-Ausbau, aber auch durch veränderte klimatische Bedingungen“, weiß Finger zu berichten.