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Kosten von 220.000 Euro Neuer Spielplatz im Delmenhorster Wollepark eröffnet

Von Frederik Grabbe | 28.09.2017, 09:25 Uhr

Delmenhorst hat einen neuen Spielplatz. Am Mittwoch ist die neue, 220.000 Euro teure Spielstätte im Wollepark nahe der Stedinger Straße eröffnet worden. Allerdings schließt sie bald wieder, weil der Rasen erst noch anwachsen muss.

Während an der Stedinger Straße sich vier Bagger an den kläglichen Resten von dem abarbeiteten, was früher mal die Wollepark-Wohnblöcke 1-5 waren, wurde am Mittwoch nebenan das Startsignal in eine neue, bessere Zukunft für das problembelastete Quartier gegeben: Am Mittwoch ist der neue Kinderspielplatz an der Straße Am Wollepark unter einem großen Kinderansturm eröffnet worden. 220.000 Euro hat die Neugestaltung der 2130 Quadratmeter großen Spielstätte gekostet. Einen kleinen Makel hat die neue Sache allerdings: Weil erst vergangene Woche der Rollrasen verlegt wurde und noch nicht angewachsen ist, bleibt sie für rund zwei Wochen geschlossen, sagte Stadtbaurätin Bianca Urban.

Schul- und Kitakinder wirkten bei Gestaltung mit

Für die würdige Kulisse der Eröffnung sorgten zahlreiche Schüler der Parkschule. Sie – sowie Kinder der Kitas St. Marien und der Awo-Kindergarten an der Stedinger Straße – waren unmittelbar an der Gestaltung des Spielplatzes beteiligt, indem sie zusammen mit einem Fachbüro Ideen und Modelle erarbeiteten, schilderte Urban. „Aus diesem Strauß haben wir dann aus den wichtigsten Ideen einen Spielplatz konzipiert und geplant“, fügte der beauftragte Landschaftsplaner Marek Schreckenberg hinzu.

Geräte erinnern an Nordwolle-Historie

Der moderne Spielplatz ist bewusst in langlebigen und wartungsarmen Naturmaterialien gehalten. Es dominiert Holz. Die Spielgeräte umfassen unter anderem ein Klettergerüst mit Klettertunnel, ein Holzhaus mit Rutsche, Balken, an denen man sich entlanghangeln kann und vieles mehr. Urban stellte die Verbindung der Spielgeräte mit der Industrievergangenheit der Nordwolle auf dem Areal heraus: Es gibt Wackelschafe, auf denen Kinder reiten können, eine Schäferhütte und eine -Wiese, und am Ende des Klettertunnels ragt ein dickes Tau heraus – eine Anlehnung an die frühere Garnherstellung auf der Nordwolle.

Spielplatz kommt wichtige Rolle zu

Für Erika Bernau, Quartiersmanagerin im Nachbarschaftsbüro, nimmt der Spielplatz eine sehr wichtige

Rolle ein. Sie hofft, dass der funkelnagelneue Spielplatz auch Eltern und Kinder aus anderen Stadtteilen anlockt und so eine Brücke zwischen den Delmenhorstern schlägt – „auch zu jenen, die Vorbehalte gegen das Quartier haben“, so Bernau.

Kita auf Abbruchfeld geplant

Dass der Spielplatz, dessen Kosten sich Stadt, Land und Bund zu je einem Drittel teilen, eine Investition für die Zukunft ist, verdeutlicht auch, dass die Stadt eine neue Kita auf dem baggerdominierten Abriss-Gelände gegenüber plant. Laut Urban ist der Standort dort, wo Wohngebäude mit kleinteiligem Gewerbe entstehen soll, gesetzt.