Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Kriegsgräberfürsorge Spendensammler auf Delmenhorster Markt des Platzes verwiesen

Von Frederik Grabbe | 21.11.2017, 10:27 Uhr

Spendensammler der Kriegsgräberfürsorge sind am Samstag vom Marktplatz verwiesen worden. Angeblich haben sie mit der Aktion gegen die Marktordnung verstoßen. Unter den Spendensammlern war auch Bürgermeister Hermann Thölstedt.

Eine Gruppe Soldaten der Adelheider Streitkräftebasis, die für die Kriegsgräberfürsorge Geld gesammelt hat, ist am vergangenen Samstag auf dem Wochenmarkt des Platzes verwiesen worden. Dieser Vorfall wurde zunächst im sozialen Medium Facebook bekannt. Bürgermeister Hermann Thölstedt, der am Samstag als Vertreter der Stadt Mitglied der Gruppe war, bestätigte den Platzverweis.

Bürgermeister Thölstedt verwundert über Vorfall

Die zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung für das Marktwesen habe gegenüber den Spendensammlern, so Thölstedt, auf die Marktordnung hingewiesen, die das „Betteln“ auf dem Marktplatz untersage. „Ich beteilige mich seit zehn Jahren an der Sammlung der Kriegsgräberfürsorge und wir waren immer auf dem Marktplatz. Bisher war das auch nie ein Problem“, sagte der Bürgermeister verwundert. Der Standortälteste der Bundeswehr, Oberstleutnant Harald Mauritz, der an der Sammlung beteiligt war, bestätigte Thölstedts Eindruck. Ein Verbot durch die Marktordnung ist Thölstedt wie Mauritz nicht bekannt.

„Sicher, dass sich niemand belästigt gefühlt hat“

In der Marktordnung selbst wird von jedem Besucher unter Paragraf 9, Absatz 4, unter anderem ein Verhalten eingefordert, das andere nicht belästigt. Nötigenfalls kann ein Platzverweis ausgesprochen werden. Mauritz: „Ich bin mir auch sicher, dass sich niemand belästigt oder gar bedrängt gefühlt hat. Es täte mir und allen engagierten Sammlern sehr leid.“

Jahnz bedauert Vorfall

Oberbürgermeister Axel Jahnz bedauerte den Vorfall. Er kündigte gleichzeitig an, dass die Stadt zukünftig die Sammlung der Kriegsgräberfürsorge weiterhin unterstützen werde.