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Krimi-Komödie Premiere in Delmenhorst: Verschrobene Gestalten spielen auf

Von Jasmin Johannsen | 04.11.2018, 17:29 Uhr

Kurzweilig und rasant inszeniert hat am Samstag die Krimikomödie „Wo ist Luisa?“ Premiere in der Musikschule Strings gefeiert. Das Musical überzeugte vor allem mit skurrilen Charakteren.

Durchgeknallte Charaktere, mörderische Triebe und viel Witz: Die Hauptkomponenten für das Musical „Wo ist Luisa?“, das am Samstag in der Musikschule Strings Premiere feierte, versprachen einen amüsanten Abend. Mit einer temporeichen Handlung und stimmungsvollen Musikeinlagen konnte die Krimikomödie von Stephanie Schierenbeck vor rund 60 Zuschauerinnen und Zuschauern punkten. Sie spendeten immer wieder Applaus für die Inszenierung von Bianca Becker.

Mischung Aus „Die Physiker“, Ohnsorg-Theater und Edgar Wallace

Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“ trifft auf Ohnsorg-Theater und Edgar Wallace – so lässt sich das Musical wohl am ehesten beschreiben. Mit Retro-Charme gespickt spielte die Krimikomödie im viktorianischen England. In dem Sanatorium Whimsical häufen sich allerhand merkwürdige Vorfälle. Treibt anfangs nur das Verschwinden der Patientin Luisa (Nelli Arendt) die Bewohner der Anstalt um, so häufen sich bald die Mordanschläge und Intrigen.

Allerhand skurrile Gestalten

Es sind aber auch allerhand skurrile Gestalten, die im Whimsical aufeinandertreffen: Leiter des Sanatoriums ist Prof. Dr. von Henpecked (Marc Bruns), der nicht nur mit der Ärztin Dr. Rigorious (Geertje Dörgeloh) die Patientinnen fragwürdig therapiert, sondern mit dieser auch seine Ehefrau betrügt. Grund genug für Lady Charlotte (Friederike Gronewold), die psychopathische Mörderin Georgia (Carina Kruse) auf ihren Ehemann anzusetzen. Als Glaubensfanatikerin getarnt, wird diese kurzerhand selbst Patientin in der Irrenanstalt und gesellt sich zu den anderen verschrobenen Gestalten: Eine „Schwarze Witwe“ (Manuela Pfeiler), eine zwanghafte Kleptomanin (Jessica Grundmann) und eine Schizophrene (Frederike Heyer), die sich mal für eine Opernsängerin, mal für Attila den Hunnenkönig hält. Durchblick haben da scheinbar nur noch die Hausdame (Birgit Stepputat) sowie der ermittelnde Inspector Bloodhound (Rebecca Käpernick). Das Ensemble der Erwachsenen-Musicalklasse wusste nicht nur durch schauspielerische Leistung, sondern auch mit gesanglichen Einlagen zu überzeugen.

Weiterer Termin für Musical angesetzt

Wer die kurzweilige Premierenvorstellung verpasst hat, bekommt am Samstag, 10. November, um 19.30 Uhr nochmals die Chance das Musical live mitzuerleben. Die Karten kosten 8 Euro und können in der Musikschule Strings erstanden werden.