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Künstler Gennady Karabinskiy „Große Gesichter“ im Delmenhorster HausBerGer

Von Alexander Schnackenburg | 10.11.2015, 18:32 Uhr

Unter dem Ausstellungstitel „Das Flüstern der Blätter zeigt Gennady Karabinskiy seine Arbeiten im HausBerGer.

„Der Mensch ist das Einzige, was zählt“, sagt Gennady Karabinskiy. Deswegen male er fast „nur“ Menschen. Unter dem Ausstellungstitel „Das Flüstern der Blätter“ sind 83 seiner Bilder ab kommendem Samstag, 14. November, im HausBerGer zu bewundern. Um 16 Uhr beginnt die Vernissage, in die der Schriftsteller und Verleger Eckhard Berger aus Brake einführen wird.

Bilder leuchten

So klar, wie Karabinskiy sich äußert, so malt er auch. Übergroße Gesichter in knalligen Farben fallen dem Besucher der Ausstellung als erstes ins Auge: die einen in Öl gemalt, andere in Acryl. Darüber hinaus arbeitet Karabinskiy mit Tempera-, Pastell- und Wasserfarben. Die „enorme Kraft der Farben“, „das Leuchten der Bilder“, sind denn auch die Gründe, welche Galerist Dirk Schulte Strathaus zuvörderst anführt, um zu erklären, was ihn an den Bildern Karabinskiys am meisten fasziniere, und weshalb er diese bis zum 10. Januar zeigen wolle. Auch gefällt dem Galeristen der Kontrast der Gemälde zu den kleinen, ausschließlich in schwarz-weiß gehaltenen Skizzen des Künstlers. Grautöne sucht das Auge vergebens.

Farben stehen für Emotionen

Schwarz und Weiß stünden für die Ratio, Farben für Emotionen, erklärt der 60-jährige Maler dazu. So habe er es einst gelernt, und so wolle er auch künftig arbeiten. Mit der Übergröße der Köpfe seiner „Modelle“ wolle der jüdische Künstler aus Weißrussland die Persönlichkeiten dieser Menschen unterstreichen, ergänzt seine Frau Sofia.

Schulte Strathaus haben es insbesondere die Augen, welche Karabinskiy malt, angetan: Sie sprächen vom Leben, so der Galerist. Auch bildeten die Augen in Karabinskiys Gemälden einen bizarren Kontrast zu unserer Zeit, falle es doch vielen Menschen zusehends schwer, anderen in die Augen zu blicken. So gesehen hätten Karabinskiys Bilder auch pädagogischen Wert, ohne dass sich der Betrachter belehrt fühlen müsse.

Wer sich noch vor dem Besuch der Ausstellung „Das Flüstern der Blätter“ im HausBerGer ein Bild von seinen Bildern machen möchte, wird auf der Website „www.karabinskiy.eu“ fündig.