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Kult-Tanzbar „Miami“ Delmenhorster Galerie forscht zur Disko-Vergangenheit

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 06.06.2017, 20:08 Uhr

Welche Erinnerungen haben die Delmenhorster an das „Miami“? Die Kult-Disko an der Friedrich-Ebert-Allee wird jetzt zum Forschungsobjekt.

Geschichten zur ehemaligen Diskothek „Miami“ suchen Studierende der Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen. Wie ging es einst an der Ecke Koppelstraße/Friedrich-Ebert-Allee zu, in besseren und schlechteren Tagen? Welche persönlichen Geschichten und Erinnerungen gibt es? Auch die kleinste Information und Anekdote kann interessant sein. Love Story, Soap und History – alles ist gefragt. Wer ging im „Miami“ ein und aus? Wer traf wen? Welche Musik wurde gespielt? Und wer erinnert sich noch an das „Galaxy“? Wer kennt noch die frühere Geschichte des Hauses?

14 Studierende forschen in der Galerie-Umgebung

Unter der Leitung von Professorin Gabriele Schmid (Ästhetische Bildung), Rée de Smit (TanzPerformance) und Professorin Cony Theis (Bildende Kunst) haben 14 Studierende der Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg eine künstlerisch-praktische Projektwoche in Delmenhorst verbracht. Das interdisziplinäre Projekt „Social Portraits – Nachbarn“ führte sie zusammen. Entstanden sind verschiedene Arbeitsansätze, deren Ziel es ist, Barrieren zu überwinden und sich den städtebaulich so arg entfernten Nachbarn der Städtischen Galerie Delmenhorst anzunähern.

Forschung begleitet neue Ausstellung

Die Nachbarschaftsprojekte der Studierenden entstehen im Vorfeld der Ausstellung „Franz Burkhardt. Karina Miami“, die die Städtische Galerie Delmenhorst im August eröffnen wird. Der in Belgien lebende Zeichner und Bildhauer Franz Burkhardt (Jahrgang 1966, geboren in Wolfenbüttel) wendet sich im Rahmen dieser Schau mit Akribie und Witz der architektonisch speziellen Situation im Umfeld von Haus Coburg zu. Einzelne Projektansätze der Studierenden werden im Verlaufe dieser Ausstellung eine Fortsetzung finden. Speziell für die Geschichte des „Miami“ haben sich die Studierenden Sina Müller, Dorian Hoffmann und Janka Köhler begeistert; sie erarbeiten eine Installation, die temporär im einstigen „Miami“ und im Haus Coburg präsentiert werden wird.

Noch bis zum 22. Oktober werden Geschichten gesammelt

Die Geschichten und Informationen über die ehemalige Diskothek „Miami“ werden auf Wunsch anonymisiert. Zusendungen bis 22. Oktober per E-Mail an info@staedtische-galerie-delmenhorst.de oder per Post an die Städtische Galerie Delmenhorst, Fischstraße 30, 27749 Delmenhorst. Geschichten können auch live und persönlich erzählt werden. Telefonisch ist die Städtische Galerie Delmenhorst unter (04221) 14132 erreichbar.