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Kundenandrang bei Lagerverkauf Postenhandel in Delmenhorst bittet um Rücksicht

Von Thomas Breuer | 12.07.2017, 14:34 Uhr

Der immer wieder große Andrang an den Öffnungstagen des Postenhandels Nord am Hamburger Weg bringt Probleme mit sich.

Bis zu 3000 Mal täglich klingelt die Kasse, wenn der Postenhandel Nord am Hamburger Weg an jedem ersten Donnerstag und Freitag im Monat seinen Lagerverkauf ausrichtet.

Größter Andrang in den ersten Stunden

Der Andrang insbesondere in den ersten Verkaufsstunden des Donnerstags bringt durch Falschparker in der schmalen Wohnstraße aber Beeinträchtigungen für Anwohner mit sich, die mitunter ihr eigenes Grundstück nicht mit dem Auto verlassen können. Dem teilweisen Unmut darüber versucht Postenhandel-Inhaber Christoph Pawlowski jetzt mit Briefen an die Nachbarschaft entgegenzutreten.

Unternehmer zeigt sich offen für Anregungen

Der Unternehmer ersucht darin um Verständnis für die hohe Verkehrsbelastung und kritisiert die Autofahrer, die „zum Parkern am liebsten direkt vor die Ladentür fahren“ würden. Um Fremdparker vor der eigenen Ein- und Ausfahrt zu verhindern, regt er an, dort während des Donnerstagvormittags eine Mülltonne zu platzieren. „Sollten Sie praktikable Verbesserungsvorschläge haben, so lassen Sie uns dies bitte wissen“, schreibt Pawlowski und wünscht sich ein weiterhin gutes nachbarschaftliches Miteinander.

Anlage für Durchsagen gekauft

Inzwischen habe er für seine Firma auch eine Anlage angeschafft, um Kennzeichen eventueller Falschparker durchgeben zu können. Außerdem bietet er den direkten Nachbarn 15-Prozent-Rabatte an.

Zudem werde inzwischen öfter nachgelegt, sodass die Kunden für bestimmte Schnäppchen nicht unbedingt direkt nach der Eröffnung kommen müssten.

Ausufernden Ärger habe es nicht gegeben, so Pawlowski auf Nachfrage. Er sei aber schon von zwei bis drei Nachbarn gezielt angesprochen worden.

Polizei hat bislang nicht eingegriffen

Der Polizei ist das zuweilen hohe Verkehrsaufkommen und auch das Schreiben laut Sprecherin Désirée Krikkis bekannt. Bislang haben die Beamten nach ihren Worten nicht eingreifen müssen.

Im vergangenen Dezember war die Polizei allerdings vor Ort, als bis zu 1000 Schaulustige am Hamburger Weg ein sogenanntes Vorschießen von Feuerwerksartikeln verfolgt hatten. Es hatte Beschwerden sowohl über das hohe Verkehrsaufkommen als auch über den Lärm gegeben.