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Kunstfreunde Freundeskreis Haus Coburg aus Delmenhorst stellt Programm vor

Von Jasmin Johannsen | 18.08.2017, 12:09 Uhr

Von religiösen Fragen über romantische Landschaften bis zur maritimem Gegenwartskunst: Das Programm des Freundeskreises Haus Coburg für die kommenden Monate ist vielseitig.

„Zusammen mit der Stadtkirche wollen wir uns auch mit dem Thema Glauben auseinandersetzten“, erläutert Organisatorin Ulla Lange mit Blick auf das Programm des Freundeskreises Haus Coburg für die kommenden Monate. Ab 10. September, kurz vor dem Reformationsjubiläum, heißt es „Looking for Jesus“ in der Delmenhorster Stadtkirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit. Die polnische Video- und Performance-Künstlerin Katarzyna Kozyra präsentiert ihre „Interviews from the Archive“, in denen sie Israelbesucher porträtiert, die unter dem Jerusalem-Syndrom leiden. Seit 2012 reist Kozyra immer wieder in die heilige Stadt, um mit Menschen Gespräche zu führen, die sich einbilden, sie wären eine biblische Person.

„Art Angels“ klären auf

Ihre Videoarbeiten stellt die Künstlerin erstmalig in einer Kirche aus und greift dabei auch installativ in die Architektur ein. Als „Art Angels“ verkleidet wird der Freundeskreis zusammen mit der Kunstinitiativ Copartikel der Städtischen Galerie bis Sonntag, 22. Oktober, immer mittwochs von 13 bis 14 Uhr und donnerstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr über „Looking for Jesus“ informieren, der Eintritt ist dabei frei.

„Gleichzeitigkeit zweier Ungleichzeitigen

Bereits am Donnerstag, 17. August, feiert die Doppelausstellung „Moin, Herr Fitger“ in der Remise Eröffnung. „Thema ist hier die Gleichzeitigkeit zweier Ungleichzeitigen“, erklärt Lange. Die Werke des Malerfürsten Arthur Fitger werden dabei denen des Landschaftsmalers Fritz Overbeck, beide 1909 verstorben, gegenübergestellt. Der Freundeskreis begibt sich passend zur Ausstellung auf eine „McFit Tour“, bei der per Rad die Wirkungsorte der Künstler in Delmenhorst, Bremen und Vegesack erkundet werden. Zeitgleich stellt ab dem 17. August auch der Bildhauer und Zeichner Franz Burkhardt in der Städtischen Galerie aus. Unter dem Titel „Karina Miami“ will sich der Künstler skulptural mit der Nachbarschaft der Städtischen Galerie auseinandersetzen.

„Viel Gegenwartskunst“

Maritim wird es im November: Dann werden Werke aus der Kunsthalle Bremerhaven unter dem Titel „Zur See“ präsentiert. „Dabei wird ganz viel Gegenwartskunst gezeigt“, so Lange. In das Jetzt aktueller Produktion führt Christian Haake in der Remise, für die er präzise Installationen entwickelt hat.

Viele Ausflüge geplant

Zudem lädt der Freundeskreis wieder zu drei Kunst-Cafés ein, die jeweils mittwochs am 20. September, 11. Oktober und 6. Dezember um 14 Uhr in der Galerie stattfinden. „Weil unsere Ausflüge so beliebt sind, planen wir auch für die kommenden Monate verschiedene Fahrten“, schildert die Organisatorin. Neben einem Besuch in den Kunsthallen Emden und Bremerhaven und beim Kunstverein Hannover wird auch die Ausstellung „Max Beckmann. Welttheater“ in der Kunsthalle Bremen erkundet. Zuvor hält Lange am Dienstag, 17 Oktober, selber noch einen Vortrag unter dem Titel „Ulla liebt Max“ über den Leipziger Künstler. Für Mitte Mai bis Anfang Juni ist darüber hinaus ein Besuch im Museum der Westküste auf der Nordseeinsel Föhr geplant. Weitere Informationen zum Programm und den Ausflügen im Internet unter www.freundeskreis-haus-coburg.de.