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„KurzStückFestival“ in der Divarena Delmenhorster Theatergruppe schreibt Geschichte

Von Yannick Richter, Yannick Richter | 02.05.2016, 10:12 Uhr

Die Delmenhorster Theatergruppe „ProSzenium“ präsentierte sich am Wochenende als perfekter Gastgeber. Sie richtete unter dem Motto „Kurz und Knackig“ erstmalig das KurzStückFestival in der Divarena aus und begrüßte acht niedersächsische Bühnen.

Als Veranstalter des KurzStückFestivals des Amateurverbandes Niedersachsen begrüßte die Delmenhorster Theatergruppe „ProSzenium“ am Wochenende in der Divarena acht niedersächsische Bühnen, um dem Publikum die Theaterform des Kurzstücks näher zu bringen. Für die teilnehmenden Gruppen ging es dabei darum, sich – einer fünfköpfigen Jury auf der einen und dem Publikum auf der anderen Seite – in einem maximal 30 Minuten dauernden Theaterstück bestmöglich zu präsentieren, um den Jury- und Zuschauerpreis im Gesamtwert von 1.500 Euro einzuheimsen. (Weiterlesen: OLB fördert Projekte in Delmenhorst und Umgebung)

Kurzstück als Theaterform etablieren

Dass das Wochenende für alle Teilnehmer, Mitgestalter und Besucher unvergesslich werden könnte, machte Dr. Alexander Börger, 1. Vorsitzender des Amateurverbandes Niedersachsen, schon in seiner Begrüßungsrede am Samstagvormittag deutlich. „Alle Anwesenden können ein historisches Ereignis schaffen, das man in ein paar Jahren bei Wikipedia nachlesen kann, denn heute und morgen können wir das Kurzstück als eine neue Theaterform etablieren und prägen“, teilte er den begeisterten Theaterfreunden mit, ehe die Delmenhorster Bürgermeisterin Antje Beilemann ebenfalls auf die Bühne trat und den Veranstaltern vorsorglich schon vor dem eigentlichen Beginn zu einer „tollen Organisation“ gratulierte und mit einem „Vorhang auf“ das Spektakel eröffnete.

Gelungene Premiere von „ProSzenium“

Den Anfang machten die Lokalmatadore von „ProSzenium“, die aus Fairnessgründen jedoch außer der Wertung antraten. Sie führten erstmals das Stück „Auf hoher See“ auf, bei dem vor allem die drei Hauptdarsteller Michael Weimann, Heinz-Günther Harms und Lutz Echtermann zu überzeugen wussten. Sie spielten drei Schiffbrüchige, die ohne Nahrungsvorräte gemeinsam auf einem Floß weilten. Als ihnen klar wird, dass sie nur überleben können, indem einer geopfert und verzehrt wird, nimmt die bizarre Situation ihren Lauf. Auf erschreckende, aber ebenso lustige Art und Weise demonstrierte das Trio dabei, wie hilflos Menschen in einem Gefüge von Intrigen, Macht und Manipulationen sein können. (Weiterlesen: Komödie mit wenigen Höhepunkten in Delmenhorst )

Schaumburger Bühne räumt Jurypreis ab

Nach dem gelungenen Auftakt folgten am Starttag Auftritte fünf weiterer Bühnen sowie drei weitere Vorführungen am Sonntag. Besonders glänzen konnte dabei das „Parabol Theater“ aus Buchholz mit dem Stück „Norway today“, das den Zuschauerpreis errang und sich über 500 Euro freuen durfte. Noch mehr Grund zum Jubeln hatte die „Schaumburger Bühne“. Die Inszenierung „Die Tatortreiniger – Ganz normale Jobs“ überzeugte die fünfköpfige Jury, sodass die Theatergruppe den Jurypreis im Wert von 1.000 Euro gewann.

Zufriedenheit beim Ausrichter

Ines Paetzoldt von „ProSzenium“ zeigte sich begeistert von der zweitägigen Veranstaltung, bei der sich neben Aktiven und Mitwirkenden auch eine dreistellige Anzahl von Besuchern einfand. „Das war eine gelungene Premiere. Beteiligte, Zuschauer und Juroren waren gleichermaßen voll des Lobes, die Resonanz ist durchweg positiv“, fasste sie das erste KurzStückFestival zusammen.