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Kuska darf nicht antreten Delmenhorster FDP steht ohne Kandidaten für Landtag da

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 02.09.2017, 14:59 Uhr

Mitten im Wahlkampf steht die Delmenhorster FDP ohne Direktkandidaten für die Landtagswahl am 15. Oktober da. Die bestätigte Parteisprecher Claus Hübscher auf dk-Anfrage. Schuld ist der vorgezogene Wahltermin.

Das Problem der FDP: Der vom Delmenhorster Kreisverband nominierte Braunschweiger Andreas Kuska ist erst seit Juni wieder in seiner niedersächsischen Heimatstadt gemeldet. Um für den Landtag antreten zu können, muss er aber mindestens sechs Monate vor Wahltermin in Niedersachsen gelebt haben. Durch den früheren Wahltermin geht diese Rechnung nicht auf. Laut Hübscher ist keine Ausnahmeregelung möglich. Kuska habe ihm dies am Dienstag mitgeteilt.

Keine Nachnominierung möglich

Einen neuen Kandidaten zu benennen, ist nicht mehr möglich: Die Meldefrist für die Direktkandidaten läuft am kommenden Montag, 11. September, um 18 Uhr ab. Für eine Mitgliederversammlung, auf der eine Neuwahl möglich wäre, gilt eine zweiwöchige Ladefrist. Diese hat die FDP verstreichen lassen. „Die Landesliste wird auf dem Wahlzettel stehen. Die FDP wird hoffentlich mit der Zweitstimme bedacht“, sagt Hübscher. „Wir sind ein echtes Opfer von Elke Twesten“, meint Hübscher. Der Fraktionswechsel der ehemaligen Grünen zur CDU war der Auslöser für die vorgezogene Landtagswahl.