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Land stellt Weichen für Standort Mitte Delmenhorst soll 70 Millionen für Klinik-Neubau bekommen

Von Michael Korn | 23.08.2016, 21:21 Uhr

Das Land Niedersachsen will für den Neubau des Josef Hospitals in der Delmenhorster Innenstadt 70 Millionen Euro beim Bundesversicherungsamt beantragen. Das hat am Dienstag der Krankenhausplanungsausschuss beschlossen - inklusive der Festlegung auf den Standort Stadtmitte

Das aus dem Klinikum und dem Stift fusionierte Josef-Hospital soll 70 Millionen Euro aus dem Strukturfonds des Bundesversicherungsamtes für ein neues Krankenhaus in der Stadtmitte erhalten. Das will das Land Niedersachsen dem Bund vorschlagen, wie am Dienstag, 23. August 2016, der Krankenhaus-Planungsausschuss in Hannover beschlossen hat. Damit wäre der Löwenanteil an den prognostizierten Gesamtkosten von rund 80 Millionen Euro finanziert. Die restlichen zehn Millionen Euro müssten voraussichtlich aus Eigenmitteln bestritten werden, heißt es aus dem niedersächsischen Sozialministerium.

Land bekräftigt Standort Innenstadt

Auf dk-Nachfrage bekräftigte Pressesprecher Uwe Hildebrandt, dass der Ausschuss die 70-Millionen-Förderung mit einem Aus- und Neubau am Standort Innenstadt (Westerstraße) gekoppelt hat. Ein Bauvorhaben am Standort Klinikum (Wildeshauser Straße) würde deutlich teurer . Bekanntlich geht es hier um Mehrkosten von etwa 15 Millionen Euro, die ebenfalls aus Eigenmitteln zu bestreiten wären. Der zum 1. Januar 2016 errichtete Krankenhausstrukturfonds hat den Zweck, die Umwandlung von Krankenhäusern zu fördern. Es sollen insbesondere Überkapazitäten abgebaut, Krankenhausstandorte konzentriert und Krankenhäuser in nicht akutstationäre lokale Versorgungseinrichtungen umgewidmet werden. Er wird aus Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln gespeist. Die Bundesmittel werden nur zur Verfügung gestellt, wenn das Land die Mittel in gleicher Höhe bereitstellt.