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Landtagswahl 2018: Kommentar zur Wahl von Frauke Wöhler Wahl mit Signalwirkung

Meinung – Frederik Grabbe | 12.03.2017, 19:43 Uhr

Im Januar 2018 wird die CDU Frauke Wöhler ins Rennen um einen Platz im Landtag schicken. Sie konnte sich unter anderem deutlich gegen Parteichef Heinz-Gerd Lenssen durchsetzen. Diese Wahl hat eine deutliche Signalwirkung, zeigt sie doch auf, dass es den Mitgliedern der hiesigen CDU nicht (mehr) darum geht, auf Teufel komm raus mit der AfD um Wähler im rechten Spektrum zu buhlen. Ein Kommentar.

Es gibt dieses schöne neudeutsche Wort „Namedropping“, das immer dann verwendet werden kann, wenn jemand möglichst viele Namen von bekannten Personen nennt, um sich selbst in vorteilhaftem Licht dastehen zu lassen. Unter diese Kategorie fällt auch die Bewerbungsrede von CDU-Parteichef Heinz-Gerd Lenssen. Dass dies wohl nicht so gut ankam, räumt er selbst ein. Und doch verwundert die magere Ausbeute des Parteichefs bei den Stimmen.

Frauke Wöhler mag ihre ehrenamtliche Arbeit in der Partei, das politische Klinkenputzen, zugutegekommen sein. Doch ein weiteres Signal geht von ihrer Wahl aus: Lenssen hatte sich mit Blick auf die Zuwanderung – übrigens nicht zum ersten Mal – für eine härtere Gangart gegenüber Wiederholungsstraftäter ausgesprochen. Wöhler wählte einen sozialeren Ansatz. Und der ist im Wahlkampf sicher konstruktiver, als in einer vermeintlichen Sicherheitsdebatte auf Krampf mit der AfD um Stimmen am rechten Rand zu konkurrieren.

Schön, dass dies die hiesigen CDU-Mitglieder verstanden haben.