Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Laufend 15 Kilogramm abtrainiert Von der Horror- zur Erfolgsstory

Von Thomas Breuer | 24.03.2015, 09:00 Uhr

Eine Redakteurin dreht ihre Runden – und hat richtig Spaß dabei. Früher war Britta Buntemeyer (32) ein echter Sportmuffel. Heute gehört Laufen zu ihrem Leben.

Die Kollegin wollte nicht. Dann wollte sie ein bisschen. Und schließlich sagte sie im Februar 2014 für das dk-Team beim 24-Stunden-Lauf zu. Britta Buntemeyer, seinerzeit 31 Jahre alt, nahm sich etwas vor, das ihr viele Jahre lang fremd gewesen war: Sport.

Die Teamliste, auf der ihr Name nun stand, war der Ansporn. „Jetzt kommst du nicht mehr drum herum“, erkannte die Redakteurin und nahm die Herausforderung an. Über 24 Stunden als Teil eines Teams in etwas größeren Abständen immer wieder einen Rundkurs von 1,205 Kilometern zu absolvieren, das konnte sich Britta Buntemeyer dennoch nicht so recht vorstellen. Ihr Respekt vor dem Lauf war gewaltig. „Ich hatte da Horrorstorys gehört,“ erinnert sie sich.

Früher nach 100 Metern erledigt

Und sie hatte zuvor schon ihre persönlichen Horrorstorys erlebt. An den wenigen Tagen ihres dritten Lebensjahrzehnts, an denen sie sich vorgenommen hatte, mit dem Laufen zu beginnen. „Ich wollte immer mal anfangen, bin aber nach 100 Metern zusammengeklappt“, gesteht die Ganderkeseerin. Und als sie sich mit einem trainierten Laufpartner auf den Weg machte, ging auch das gründlich schief.

Nun also der 24-Stunden-Lauf. Britta Buntemeyer machte einen ersten Schritt – hinein in den Sporthandel. Dort erstand sie „richtige Laufschuhe“ und im März 2014 nahm – treffender könnte man es wohl kaum sagen – die Erfolgsstory ihren Lauf.

Stück für Stück gesteigert

Es waren kleine Strecken, die sie joggend meisterte; Distanzen, über die mancher erfahrene Läufer lächeln dürfte. Doch die Neu-Sportlerin ließ sich nicht entmutigen. Wenn die Puste nicht mehr reichte, spazierte sie ein Stück, um dann wieder etwas schneller zu werden. Und allmählich stellten sich die Fortschritte ein. Aus 500 Metern am Stück wurden 750 und so weiter. Eine Erkenntnis wuchs: „Wenn du dabei bleibst, kommst du immer wieder an den Punkt, an dem du mehr als vorher schaffst.“

Stolz auf das Team und sich selbst

Dann der große Tag auf den Graftwiesen. Britta Buntemeyer war nervös wie selten zuvor, aber alles ging gut. Stolz war sie am Ende auf ihr Team und sich und darauf, dass sie durchweg im Laufschritt auf der Piste war. Erholsamere Spazierschritte hatte sie nie einlegen müssen. Das Erfolgsrezept in einem Satz: „Du musst dein Tempo finden und nicht versuchen, mit anderen mitzuhalten.“

Laufen erleichtert, auch das weiß Britta Buntemeyer jetzt. Sicher, in den vergangenen zwölf Monaten hat sie weniger Süßigkeiten gegessen als früher, aber vor allem dem regelmäßigen Laufen verdankt sie einen Gewichtsverlust von mittlerweile 15 Kilogramm.

„Ich würde nicht sagen, dass ich alles richtig gemacht habe“, meint die 32-Jährige, „aber ich habe meinen Rhythmus gefunden.“

Zwei- bis dreimal pro Woche läuft sie fast immer – und freut sich schon auf den 24-Stunden-Lauf.