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Lego- und Playmobilbörse in Markthalle Delmenhorster baut Lego-Reisfeld für Ninja-Krieger

Von Sonia Voigt | 16.10.2018, 21:42 Uhr

Ihre Lego-Leidenschaft kostet die Delmenhorster Harry Schunk und Matthias Grebe viel Zeit, Geld und Platz im Eigenheim. Doch sie macht auch ihren Familien Spaß – und bald wieder hunderten Börsen-Besuchern.

In der Arena kämpfen kleine Lego-Ninjas, Tempel, ein Hafen und sogar ein Reisfeld komplettieren die Szenerie. Eine ganze detailverliebte Ninjago-Welt hat Lego-Fan Harry Schunk aus Kunststoff-Steinchen gebaut. „Das kostet viel Zeit“, sagt der 50-jährige Delmenhorster, „und viel Geld“.

20 Aussteller und hunderte Besucher erwartet

Reduzieren lassen sich die Kosten durch Tauschgeschäfte und Flohmarkt-Funde. Daher organisieren Schunk und sein Mitstreiter Matthias Grebe seit Jahren erfolgreich eine Lego- und Playmobilbörse. Die 13. Delmenhorster Auflage steigt am Samstag, 10. November, in der Markthalle. „Wir erwarten rund 20 Aussteller und einige hundert Besucher“, sagt Axel Langnau, Geschäftsführer der Delmenhorster Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (dwfg), „und solange wir als Sponsor auftreten, ist der Eintritt frei“. Wenn es nach Langnau geht, kann das so weitergehen. „Die Börse bietet einen Mehrwert für die Innenstadt“, lobt der dwfg-Chef.

Börsenmacher gründen eigens Verein

Weitermachen wollen auch die Lego-Fans Schunk und Grebe. Dafür haben sie soeben den Verein „Bricklands“ gegründet, der im Unterschied zum etablierten 20-köpfigen Delmenhorster Lego-Stammtisch vorerst nur vier Mitglieder hat. Schunk, Grebe und ihre Ehefrauen. Und nicht nur ihre Angetrauten bauen längst eigene Lego-Werke, auch den Nachwuchs haben sie mit dem Lego-Fieber angesteckt. Ein Hobby wie ihres kann man eben nur so ausleben, wenn die Familie mitzieht.

Lego-Fachchinesisch von LUG bis MOC

Sie alle sprechen Lego-Fachchinesisch: Als Verein können sie sich als LUG (Lego User Group, also Lego-Nutzergruppe) registrieren lassen und vergünstigt bestellen. Denn auch wenn Lego, wie bei Familie Schunk, bereits eine ganze Etage des Wohnhauses einnimmt, braucht man für ein großes Projekt schnell mal tausende neue Steine. Und ihre Lego-MOCs (kurz für „My own creation“, also „Meine eigene Kreation“) stellen sie weltweit aus. „Wir haben Einladungen nach Japan oder China“, sagt Harry Schunk.

Vintage-Modelle aus den 1950er Jahren

Auch die Aussteller der 13. Lego- und Playmobilbörse stammen von überall her. Sammler aus Hamburg oder dem Ruhrgebiet verkaufen neue und gebrauchte Figuren, Einzelteile, Sets, Sammlerstücke und Sondereditionen. Ein dänischer Lego-Enthusiast bringt Vintage-Modelle aus den 1950er und 1960er Jahren mit. Neben den kleinen Legosteinen gibt es auch die großen Lego-Duplosteine und Playmobil. Einige Aussteller zeigen zudem unverkäufliche Exponate.

Lego mit Graffiti nach Wunsch

Besonders gespannt sind die Börsen-Macher auf einen erstmals vertretenen Steine-Bedrucker. „Er kann Fotos auf Legosteine drucken, zum Beispiel für eine Hauswand mit Graffiti oder eine Fliese mit der Mona Lisa“, erklärt Matthias Grebe. Auch Figuren mit dem eigenen Namen sind möglich, ergänzt der 46-Jährige. Bei einigen Lego-Freaks sei jede Veränderung der Originalsteine verpönt. „Aber so weit gehen wir nicht“, sind sich die zwei Delmenhorster Lego-Fans einig.