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„Lögen hebbt junge Been“ Niederdeutsches Theater Delmenhorst probt für neues Stück

Von A. Schnackenburg | 04.03.2016, 07:55 Uhr

Viel Wortwitz, allerlei Verwechslungen und knallende Türen: Mit Ray Cooneys „Lögen hebbt junge Been“ probt das Niederdeutsche Theater Delmenhorst typisches Boulevard-Theater.

Regisseur Dirk Wieting schwärmt von einem „echten Cooney“. Und Wieting muss es wissen. Denn mit „Lögen hebbt junge Been“ führt das Niederdeutsche Theater Delmenhorst (NTD) bereits das vierte Stück aus der Feder Ray Cooneys auf.

Am Samstag, 19. März, steigt um 20 Uhr die Premiere der Inszenierung im Kleinen Haus. Das NTD spielt die englische Komödie in der niederdeutschen Übersetzung Kay Kruppas und hat das Geschehen nach Bremen verlegt.

Taxifahrer mit dunklem Geheimnis

Heiko Petershagen spielt in dieser Komödie den auf den ersten Blick unscheinbaren Taxifahrer Klaus Bruns. Doch Bruns hütet ein dunkles Geheimnis: Er ist ein Bigamist, führt zwei Ehen zugleich. Mit Ehefrau Martina (Doris Ostermann) und Tochter Vera (Rabea Hadeler) macht er in Bremen-Neustadt in Familie. Parallel dazu lässt er es sich mit Ehefrau Beate (Elga Eilers) und Sohn Gregor (Franz Pache) in Bremen-Arsten gut gehen.

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Katastrophe droht

Der Schwindel droht aufzufliegen, als sich Tochter Vera und Sohn Gregor im Internet kennenlernen und einander treffen wollen. Beider Vater konstruiert in der Folge mit seinem besten Freund Ralf (Torsten Wieting) abenteuerliche Geschichten, um zu retten, was zu retten ist, und um die ganz große Katastrophe abzuwenden. Wirklich im Griff aber haben sie die Lage nicht, umso weniger, als mit Ralfs Vater „Paps“ (Peter Eggert) bald außerplanmäßig ein weiterer Akteur ins Geschehen eingreift.

Viele Verwechslungen, viel Wortwitz, viele knallende Türen

„Sehr lustig“, beteuert Dirk Wieting immer wieder, sei dieses Stück. Es handele sich um „Boulevard-Theater pur“ mit viel Wortwitz, vielen Verwechslungen und auch mit knallenden Türen, eben mit allem, was derartige Komödien ausmache.

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Der Erfolg ist antizipiert, elf Aufführungen angesetzt

Wieting verweist auf „Allens ut de Reeg“, „Sex nah Stünneplan“ und „Alles op Krankenschien“, auf jene drei Stücke Ray Cooneys, die das NTD bereits gespielt hat. Sie seien allesamt sehr gut beim Publikum angekommen, das Ensemble habe jeweils Zusatzaufführungen ansetzen müssen, um die Kartennachfrage zu befriedigen. Auch dieses Mal hofft das NTD auf regen Zulauf und hat darum elf Vorstellungen für „Lögen hebbt junge Been“ angesetzt.