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Mahnwache am Freitag Delmenhorster Tierhalter von Wolf beunruhigt

Von Frederik Grabbe | 11.05.2017, 09:15 Uhr

Das Kreislandvolk ist besorgt über die Ausbreitung des Wolfs in Niedersachsen. Das Raubtier breite sich stark aus und reiße vermehrt Nutztiere. Tierhalter fürchten finanzielle Lasten und Gefahren für sich selbst. Am Freitag organisieren sie in Delmenhorst eine Mahnwache.

Halter von Rindern, Schafen und Pferden zeigen sich „äußerst besorgt“. Der Grund: die Ausbreitung des Wolfs in Niedersachsen. Darum rufen hiesige Tierhalter im Rahmen eines landesweiten Protests am Freitag, 12. Mai, auf der Highland-Rinderweide an der Adelheider Straße zu einer Mahnwache auf, kündigt der Keislandvolkverband Oldenburg in einer Mitteilung an.

Tierhalter sehen Gefahren und finanzielle Risiken

Dass der Wolf sich immer weiter in Niedersachsen ausbreitet und vermehrt Nutztiere reißt, ist für das Landvolk unbestritten. Bei der Mahnwache wird ein Zusammenschluss von Weidetierhaltern aus dem Landkreis Oldenburg und der Stadt Delmenhorst vertreten sein und will auf Probleme der Wolfsbesiedelung hinweisen. Ihre Kernforderungen sind:


  • ein aktives Wolfsmanagement, dass die Regulierung des Bestandes reguliert,
  • ein Abbau von Bürokratie für Ausgleichszahlungen bei Verlusten von Nutztieren und
  • eine verbesserte Förderung für deren Schutz.

Gefahren und finanzielle Lasten für Tierhalter steigen laut Hilmer Schwarting, Vorsitzender des Landvolks Delmenhorst, an. Er fordert darum, bei der Wolfspopulation gegenzusteuern.

Beginn der Mahnwache am Freitag ist um 19.30 Uhr.

Zuletzt wurden Wölfe in der Region beispielsweise im März 2015 in Wildeshausen und in Vechta gesichtet.

 (Weiterlesen: Delmenhorst 1977 – Entlaufener Wolf tötet Kind)