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Markthalle überfüllt Stadt Delmenhorst verstößt gegen eigene Auflagen

Von Michael Korn | 14.11.2016, 19:41 Uhr

Bei ihrer eigenen Veranstaltung „Stadtgespräch“ am 9. November hat die Verwaltung deutlich mehr Besucher in die Markthalle gelassen als ihre eigenen Sicherheitsvorschriften erlauben. Statt der Höchstzahl von 250 wurden deutlich mehr Bürger eingelassen. Dies bestreitet die Stadt jedoch.

Die Stadt Delmenhorst hat gegen eigene Sicherheitsauflagen bei der höchstzulässigen Besucherzahl in der Markthalle verstoßen und so ein Risiko für das Publikum in Kauf genommen. Zum „Stadtgespräch“ am vergangenen Mittwoch , bei dem es um Informationen zu den City-Topthemen Krankenhaus-Neubau, Parkhäuser und Kaufhaus-Ruine ging, hat die Verwaltung weit mehr als 300 Bürger in die Markthalle gelassen, obwohl deren Kapazität auf höchstens 250 Gäste festgelegt ist. Ein großer Teil von ihnen musste stehen oder sich auf Tische setzen.

Fremdnutzern wird Räumung angedroht

Private Nutzer werden bei Anmietung ausdrücklich auf planungs- und bauordnungsrechtliche Vorschriften hingewiesen, die vor allem im Hinblick auf den Brandschutz von Bedeutung sind. Bei Missachtung wird den Mietern eine Räumung angedroht. Auf dk-Nachfrage bestreitet das Rathaus indes, dass der denkmalgeschützte Rundbau vergangene Woche überfüllt gewesen sei – und hat bezeichnenderweise exakt die zulässige Maximalkapazität ermittelt: „Die Stadtverwaltung hat am vergangenen Mittwoch 250 Besucher gezählt. Es liegen keine anderweitigen Erkenntnisse darüber vor, dass sich beim „Delmenhorster Stadtgespräch“ mehr als die zulässige Anzahl von Gästen zeitgleich in der Markthalle aufgehalten hat . Von rund 350 Besuchern zu sprechen sei „unrealistisch und aus der Luft gegriffen“, bekräftigt Stadtsprecher Timo Frers. Das dk indes hat die Gäste am Veranstaltungstag gezählt und ist auf deutlich mehr als 300 Köpfe gekommen - bestätigt wird dies auch durch Berichte in anderen Medien.