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Martina Meinken Koordinatorin Hospizdienst Delmenhorst vor neuen Ufern

Von Heike Bentrup, Heike Bentrup | 29.07.2016, 14:57 Uhr

Der Hospizdienst Delmenhorst hat Verstärkung bekommen. Martina Meinken ist neue hauptamtliche Koordinatorin. Die Nachfrage nach den Angeboten steigt.

Für Karin Stelljes, Vorsitzende des Hospizdienstes Delmenhorst, ist eine Vision wahr geworden: Seit Kurzem beschäftigt der Verein eine weitere Koordinatorin. Zu Monatsbeginn hat Martina Meinken als hauptamtliche Mitarbeiterin ihre Tätigkeit aufgenommen und koordiniert nun gemeinsam mit Friederike Tiedge die Arbeit.

„Wir sind froh, dass das geklappt hat. Die Nachfrage nach unseren Angeboten steigt stetig, ebenso der Verwaltungsaufwand und die Anforderungen“, berichtet Karin Stelljes. Mit Martina Meinken hat der Verein zudem einen wahren Glücksgriff getan. Die 58-jährige gelernte Krankenschwester, die bereits vor rund 20 Jahren beim Hospizdienst Delmenhorst eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin absolviert hat, war auch als Leiterin eines Pflegedienstes sowie als Mitarbeiterin im Palliativdienst tätig. Aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung verfügt sie außerdem über ein gut funktionierendes Netzwerk und wertvolle Kontakte.

Lebensqualität im Mittelpunkt

Ihren neuen Aufgaben sieht sie mit Spannung entgegen. „Man bewegt sich auf beiden Seiten und hat sowohl mit den ehrenamtlichen Begleitern als auch mit den begleiteten Familien zu tun“, sagt Martina Meinken. Wichtig sei ihr, dass stets die Würde und die Lebensqualität der Menschen und nicht wirtschaftliche Belange im Vordergrund stehen. „Bei der Begleitung geht es nicht um den Tod, sondern um das Leben und die Lebensqualität“, sagt die Koordinatorin.

Als nächste Schritte möchte sie auf der Grundlage des Ende vergangenen Jahres in Kraft getretenen Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung die Kooperation mit Krankenhäusern und Pflegediensten sowie die Kontakte zu Ärzten, Altenpflegeschulen und anderen Einrichtungen ausbauen. „Wir verstehen uns als Teil des Netzwerkes und keinesfalls als Konkurrenz, beispielsweise für Pflegedienste,“ sagt die Koordinatorin, die zunächst 20 Stunden pro Woche für den Hospizdienst tätig ist. Im Verein selber möchte sie unter anderem die Arbeit im Trauer-Café intensivieren, eine geschlossene Trauergruppe gründen und offene Abende vorbereiten.

Verein benötigt Unterstützung

Trotz der Einstellung von Martina Meinken, deren Gehalt laut Karin Stelljes für die Dauer von zwei Jahren durch die Kassen vorfinanziert wird, benötigt der 80 Mitglieder umfassende Verein weitere Unterstützung. Gesucht werden insbesondere jüngere Menschen und besonders Männer, die sich in einem im kommenden Jahr beginnenden Kurs zu Begleitern ausbilden lassen. „Wir freuen uns aber auch über Volontäre oder Mitarbeiter, die uns beispielsweise in Computerfragen oder bei Internetauftritten behilflich sind“, sagt Karin Stelljes. Außerdem benötigt der Verein dringend Spenden, da die Küche in den Räumen an der Mühlenstraße 112 dringend renoviert werden muss.

Weiter Informationen gibt es unter Telefon (04221) 1231688 oder im Internet unter www.hospizdienst-delmenhorst.de.