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Massiv und schwer zerstörbar Neue Spielgeräte zieren Delmenhorster Innenstadt

Von Frederik Grabbe | 28.12.2017, 07:28 Uhr

Sie sind abstrakt, metalldominiert – und schwer zerstörbar: Schritt für Schritt setzt die Stadt im Zuge der Modernisierung der Delmenhorster Fußgängerzone Kinderspielgeräte ins City-Pflaster ein. Das Echo ist größtenteils positiv.

Manche der neuen Spielgeräte erschließen sich dem Passanten nicht sofort auf den ersten Blick: Die massive Metallkugel auf einem Stahlfuß vor dem dk-Gebäude an der Langen zum Beispiel, im städtischen Lageplan auch „Der kleine Standpunkt“ genannt. Ist sie nun Spielgerät, Blickfang oder Stolperfalle? Auch bei einem drehenden Käfig (offiziell: „Die Pirouette“) vor dem ehemaligen Outlet Strudthoff einige Meter weiter ist die Funktionsweise nicht gleich klar – Fußgänger testen gerne einmal mit einem Fuß vorsichtig, wie es sich mit der Drehscheibe verhält. Bei den Holzschafen an der Bahnhofstraße, deren Ohren Halteseile sind, ist die Sache offensichtlicher.

 (Weiterlesen: Innenstadtmodernisierung: Auf einen Walzer mit dem Tänzer) 

Zwölf neue Spielgeräte

Wie dem auch sei: Kinder dürfen sich gerne an den neuen Spielgeräten ausprobieren. Wie eine nicht repräsentative dk-Kurzumfrage zeigt, nehmen Eltern größtenteils gerne in Kauf, dass sich der Nachwuchs manchmal erst selber erschließen muss, wie ein Gerät überhaupt funktioniert (siehe Fotostrecke). Insgesamt zwölf neue Spielgeräte sollen bis Anfang 2018 an Langer Staße, Bahnhofstraße und Parkstraße aufgestellt werden. Wann das abgeschlossen sein soll, konnte Stadtsprecherun Maike Stürmer-Raudszus aufgrund der Wetterlage nicht sagen.

Klassische Wipptiere werden nicht neu eingesetzt

 (Weiterlesen: Eckdaten zur Sanierung des Delmenhorster City-Pflasters) 

Bekannte Wipptiere wie man sie von jedem Spielplatz her kennt, werden zum neuen Ensemble aber nicht zählen. Das liegt an einer europäischen Reglung aus dem Jahre 2008. „Nur nur Geräte mit maximaler Fallhöhe von 60 Zentimetern, die gleichzeitig keine erzwungenen Bewegungen erzeugen, sind noch zugelassen“, teilt Stürmer-Raudszus mit. Für klassische Wipptiere gebe es aber einen Bestandsschutz.

Beständig gegen Wetter und Vandalismus

Wie dem auch sei: Die neuen Geräte wirken recht robust. Dauerbenutzung, Wetterbedingungen und Vandalismus müssen sie aushalten, um eine lange Lebensdauer und eine dauerhafte Sicherheit an den Tag zu legen, heißt es aus dem Rathaus. Wartungsfreundlichkeit und Originalität seien weitere Aspekte, die erfüllt werden müssten.

Gesamtkosten der Fußgängerzonenmodernisierung von 4,7 Millionen Euro

Die Kosten für die Spielgeräte sind Teil der lange andauernden Erd-, Straßen- und Möblierungsarbeiten, für die die Stadt nach eigenen Angaben mit 3,7 Millionen Euro auf den Tisch legt. Inklusive Kanalbauten und Straßenbeleuchtung beläuft sich die Fußgängermodernisierung auf 4,7 Millionen Euro.