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Maßnahmen nach dem Brand Nach JHD-Brand: Geschäftsführer im Interview

Von Jan Eric Fiedler | 16.09.2016, 23:32 Uhr

Nach dem Brand im JHD-Mitte in Delmenhorst hat das dk am Freitagabend mit JHD-Geschäftsführer Thomas Breidenbach über das weitere Vorgehen gesprochen.

Wie ist ihr Eindruck von den Löscharbeiten?

Ich bin relativ früh hier gewesen. Es ist bis zum Schluss ohne Hektik und sehr, sehr professionell abgelaufen. Um die Feuerbekämpfung müssen wir uns in Delmenhorst keine Gedanken machen.

Die Sterilisationsabteilung für das JHD Deichhorst befindet sich auch in Mitte. Wie wird dieses Problem gelöst?

Ich war eben gerade mit der Feuerwehr in der Station. Wir haben alle Instrumente herausgeholt, sodass wir sie zumindest im eigenen Bereich haben. Wir haben sofort mit anderen Krankenhäusern gesprochen, ich habe mehrere Nachrichten von anderen Geschäftsführern bekommen, die alle sofort ihre Unterstützung zugesagt haben. Wir werden in Oldenburg alle unsere Instrumente sterilisieren. Um 22 Uhr werden zwei Transporte nach Oldenburg gehen, damit wir weiter voll leistungsfähig in Deichhorst sind.

Wie geht es dann weiter?

Wir müssen in den nächsten Tagen abwarten, wie es mit dem Gebäude weiter geht. Die Abteilung ist in einem Bereich, der nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Abteilung im Klinikum ist noch vorhanden. Es wäre denkbar, dass wir diese als Zwischenlösung wieder in Betrieb nehmen.

Auch die EDV steht am Standort Mitte.

Ja, die Feuerwehr hat eben mit einem tollen Einsatz den Server im Keller mit Sandsäcken vor Wasser gesichert. Der Server ist heruntergefahren, sodass das das Klinikum keine EDV-Verbindung hat. Das ist aber nicht großartig tragisch: Man kann weiter mit Zettel und Stift Daten aufnehmen. Der Standort Deichhorst ist aber von der Großleitstelle abgemeldet und wird nicht vom Rettungsdienst angefahren.

Ist absehbar, wie lange das gilt?

Morgen früh wird versucht, eine Erdleitung nach Deichhorst aufzubauen. Wenn das von hier aus geht, werden wir den Server wieder starten. Klappt das nicht, bauen wir den Server aus und stellen ihn nach Deichhorst. Unser Ziel ist es, dass wir morgen wieder am EDV-Netz hängen. In diesem Moment würden wir das Krankenhaus wieder voll laufen lassen.