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Maßnahmen über 730.000 Euro Delmenhorst will Haushaltsreste effektiver abschmelzen

Von Frederik Grabbe | 17.03.2017, 17:22 Uhr

Die Stadt will bald damit beginnen, vermehrt Planungsaufgaben an externe Büros zu vergeben. So sollen 13 Planungsaufgaben im Volumen von 730.000 Euro an externe Architekten vergeben werden. So will man Stück für Stück die enormen Haushaltsreste abtragen.

Zuletzt war wiederholt die Unzufriedenheit von Ratspolitikern im Zusammenhang mit den enormen Haushaltsresten – sie beliefen sich zuletzt auf 21 Millionen Euro – laut geworden, die durch aufgeschobene Arbeiten in den Vorjahren entstanden waren. Um diese Reste effizienter abschmelzen zu können, will die Stadt nun 13 Planungsmaßnahmen des vorliegenden Haushaltsentwurfs an externe Architekten-Büros vergeben, schilderte der Fachbereichsleiter Gebäudeservice, Andreas Tensfeldt, am Mittwoch im Bildungs-, Sport- und Kulturausschuss.

Volumen von 730.000 Euro

So zählen zu den Projekten beispielsweise der Einbau des neues Fahrstuhl in der IGS (225000 Euro) oder die Brandschutzverbesserungen und der Einbau einer Lüftung in der Sporthalle Rosenstraße (220000 Euro), teilte die Verwaltung auf Nachfrage mit. Insbesondere Dachfenstersanierungen in Kitas sollen extern vergeben werden, insgesamt beläuft sich das Vergabevolumen auf 730000 Euro. Sobald der Rat am 21. März den Haushalt beschließt, sollen die Aufträge erteilt werden.

In Vorjahren wurde der Haushalt oft zu spät verabschiedet

Gerade Sanierungen im Schulumfeld hatten sich in den vergangenen Jahren wegen der Ferienzeiten als problematisch erwiesen: Weil Haushalte in der Regel spät beschlossen und genehmigt wurden, konnten Aufträge erst später vergeben werden – in manchen Fällen nicht rechtzeitig, um die Arbeiten in den Ferien anzugehen, so Tensfeldt.

Die meisten Kosten verursachen die Grundschulen

Zudem leitete der Ausschuss einstimmig den Fachbereichshaushalt weiter. Insgesamt hat er in diesem Jahr einen Umfang von mehr als 22,6 Millionen Euro, das sind 205000 Euro mehr als 2016. Die größten Kosten veranschlagt der Unterhalt von Grundschulen (3,4 Millionen Euro), Gymnasien (2 Millionen), beruflichen Schulen (1,9 Millionen), Oberschulen (1,8 Millionen) oder die Sportförderung (1,8 Millionen) und der Sportstättenunterhalt (1,6 Millionen).