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Maxe-Jungbibliothek eingeweiht Delmenhorster Schüler mit Book Slam zum Lesen animiert

Von Alexander Schnackenburg | 23.06.2015, 17:06 Uhr

Trotz des Siegeszugs der Computer und Smartphones sollen Schüler die „entspannende Lektüre gedruckter Buchstaben“ nicht verlernen. Deshalb ist eine Jungbibliothek eingerichtet worden.

Das Max-Planck-Gymnasium hat am Dienstag offiziell seine neue Jungbibliothek im Hauptgebäude eingeweiht: mit einem sogenannten Book Slam der Klasse 9a. Die notwendigen Jugendbücher, Sitzgelegenheiten und Regale hatte die Schule zuvor aus einer 4000-Euro-Spende der Volksbank bezahlt.

Bildung ist Herzensangelegenheit

„Die Bildung gerade junger Menschen ist uns eine Herzensangelegenheit“, kommentierte Horst Klattenhoff, Vertriebsleiter der Volksbank, das Engagement des Geldinstituts zugunsten der Schüler. Zudem halte er es für wichtig, dass Kinder trotz des Siegeszugs der Computer, Handys und Smartphones die „entspannende Lektüre gedruckter Buchstaben“ nicht verlernten.

Obwohl das Max-Planck-Gymnasium seit Ende der Siebzigerjahre über eine respektable Fachbibliothek verfüge, sei es dort zuvor mangels finanzieller wie personeller Ressourcen nie geglückt, eine echte Jungbibliothek aufzubauen, erklärte Bibliotheksleiterin Erika Labinsky, zugleich Klassenlehrerin der 9a. Sie wünscht sich, dass die Stadt der Schule nunmehr hilft, die Bibliothek auszubauen, etwa, um auch E-Books ins Angebot aufnehmen zu können.

Book Slam als schöner Einstand

Schulleiterin Cordula Fitsch-Saucke forderte die Schüler auf, „das wunderbare neue Angebot intensiv zu nutzen“. Den Book Slam am Dienstag betrachtete sie als „sehr schönen Einstand“ und wünscht sich, dass die Schüler diese Präsentationsform auch künftig pflegen mögen.

Genau dies hat zumindest die 9a um Erika Labinsky vor. „Die Schüler müssen auch einmal etwas machen dürfen, ohne dafür benotet zu werden“, begründete die Pädagogin. Aus demselben Grund hatte sich der Book Slam der 9a zuvor in einem entscheidenden Punkt von vergleichbaren Veranstaltungen unterschieden: Während das Publikum bei „klassischen“ Book Slams, die sich an die verbreiteten Poetry Slams amerikanischer Prägung anlehnen, die Präsentation von Kurzbeiträgen bewertet, ging es der 9a nicht um die Bewertung ihrer rezitierenden Mitschüler, sondern der vorgestellten Bücher. Ganz oben in der Gunst stand dabei Veit Etzolds „Spiel des Lebens“ auf Augenhöhe mit Nicholas Sparks „Kein Ort ohne Dich“ und Cassandra Clares „City of Bones“.