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„Maxe“-Schülerfirma fördert Lesen Beste Schülerfirma Deutschlands kommt aus Delmenhorst

Von Dirk Hamm | 23.11.2016, 17:53 Uhr

„Lili“ sorgt am Max-Planck-Gymnasium und darüber hinaus für Furore: Die Schülerfirma Living Library, für die die Abkürzung steht, hat den bundesweiten Wettbewerb „Schule des Jahres“ des Schülermagazins Unicum Abi und der Barmer GEK in der Kategorie „Beste Schülerfirma“ gewonnen.

Bereits vor zwei Monaten sind die Lehrerinnen Erika Labinsky und Julia Pietyra, die das Schulbibliotheksprojekt betreuen, mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet worden.

Neben einer Urkunde durften sich die 35 Schüler des 11. und 12. Jahrgangs, die Living Library aufgebaut haben und erfolgreich betreiben, bei der Preisverleihung am Mittwoch in der „Maxe“-Mensa auch über ein Preisgeld von 2000 Euro freuen.

Digitales Ausleihsystem mit dem Preisgeld anvisiert

Mithilfe dieser Summe und weiteren 1000 Euro Preisgeld aus dem Lehrer-Wettbewerb möchte das „Lili“-Team ein digitales Ausleihsystem für die Schulbibliothek aufbauen, erklärte Labinsky. Als Vertreter der Stadt Delmenhorst gratulierte Bürgermeister Hermann Thölstedt zum „großartigen Erfolg“ des Projekts.

Das Konzept der Schülerfirma ist im Zuge der Renovierung der Schulbibliothek entwickelt worden. Den nötigen zeitlichen Freiraum bietet der Unterricht im Seminarfach.

Projekt auch vom Engagement der Eltern getragen

Die nötigen Mittel für die Neugestaltung der Schulbücherei konnten mit einem Sponsorenlauf und dank der Unterstützung durch den Freundeskreis des Gymnasiums und der Volksbank aufgebracht werden.

Im Mai 2015 eröffnet, wird Living Library nicht nur durch das Engagement der Schüler getragen, die eine ausgeklügelte Firmenstruktur entwickelt haben, sondern auch vom ehrenamtlichen Einsatz von Eltern.

Motivation zum Lesen mit Events gefördert

Geld nimmt die Schülerfirma unter anderem mit Bücherbasaren und Sponsoring ein. Damit werden Veranstaltungen auf die Beine gestellt, die die Motivation zum Lesen fördern sollen, von der Autorenlesung bis zum Poetry Slam.

Frederik Töpel, Projektverantwortlicher des Wettbewerbs „Schule des Jahres“, zeigte sich vom Konzept des Gewinnerteams beeindruckt: „Es ist euch mit den Leseevents gelungen, die Bibliothek wieder zu einem lebendigen Ort zu machen.“