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Mehr als 40 Jahre für die Bildung Willms-Lehrer Dr. Klaus Warneke geht in den Ruhestand

Von Jan Eric Fiedler | 27.01.2015, 19:23 Uhr

Das Interesse des Lehrers geht weit über seine Fächer Informatik, Mathe und Physik hinaus: Klaus Warneke will die Schüler des Gymnasiums an der Willmsstraße ideal auf das Studium vorbereiten.

„Er hinterlässt eine Lücke, die man nicht schließen kann“, sagt Stefan Nolting, Leiter des Gymnasiums an der Willmsstraße, zum Abschied seines Kollegen Dr. Klaus Warneke. Er weiß, dass er damit eine Floskel bedient: „Aber auf ihn trifft das zu. vor allem auch menschlich“, sagt Nolting.

Seit 13 Jahren arbeitet Warneke als Koordinator und Fachlehrer für Mathe, Physik und Informatik am Willms. Zuvor war er unter anderem 15 Jahre an der Hochschule Vechta in der Lehrerausbildung tätig. Zum 31. Januar verlässt der 64-Jährige das Gymnasium und geht nach 43 Dienstjahren als Landesbeamter in den Ruhestand.

Bei einer Abschiedsfeier haben sich Schüler und Lehrer von ihm verabschiedet. Dabei haben zwei Schüler in einer Vorführung genau das gezeigt, was Warneke ihnen vermitteln wollte: klare Argumentation in mathematischen Beweisen. „Mir liegt es daran, Argumentationslinien und Hintergründe zu vermitteln und kein Abarbeiten von Prozessen“, erklärt er. Er hat Bedenken, dass dies in jüngster Zeit in der Schule zu kurz kommt. „Das könnte ein Nachteil für die gymnasiale Bildung sein“, befürchtet er. Für ihn ist es nicht nur wichtig, Wissen zu vermitteln, sondern auch auf das Studium ideal vorzubereiten.

Für seine Arbeit am Willms ist Warneke jeden Tag mit dem Zug aus Lohne gekommen. „230 Arbeitstage hat er im Zug verbracht“, berichtet Nolting. Denn im Zug hatte Warneke stets seinen Laptop an und hat programmiert. Ein großer Teil der Verwaltungsprogramme, die an der Schule im Einsatz sind, hat er geschrieben.

Doch nicht nur an der Computer-Tastatur ist Warneke ein Virtuose, auch das Klavierspiel gehört zu seiner Leidenschaft. Diese will er nun weiter pflegen: „Ich werde versuchen, mein Klavierspiel zu perfektionieren“, sagt er. Mindestens zwei Stunden Zeit dafür hat er eingeplant. Unter anderem liegen derzeit Noten von Chopin auf seinem Klavier. „Das ist noch nicht so drin. Es muss die Automatisierung kommen, aber erst nach dem Verständnis“, erklärt er. Genau wie in der Schule.