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Mehr als sportliche Herausforderung Beim 24-Stunden-Lauf geht es zum zwölften Mal rund

Von Thomas Breuer | 16.03.2015, 19:21 Uhr

Zum zwölften Mal wird am Samstag, 20. Juni, auf den Graftwiesen der 24-Stunden-Lauf gestartet. 139 Einzelläufer und 35 Mannschaften haben sich dafür bereits angemeldet – weitere sollen folgen.

„Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.“ So hat es der große tschechische Läufer und Olympiasieger Emil Zátopek (1922-2000) einmal gesagt – und daran hat sich nichts geändert. Wenn am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Juni, in den Graftanlagen und auf den Graftwiesen der zwölfte 24-Stunden-Burginsellauf stattfindet, werden einmal mehr viele Hundert Läuferinnen und Läufer an den Start gehen.

Noch Platz für 45 Teams

Ob als (Mixed-)Team, oder Einzelläufer, ein Ziel eint sie alle: in 24 Stunden – von 12 bis 12 Uhr – einen 1205 Meter langen Rundkurs möglichst oft zu absolvieren. Die Zahl der Anmeldungen kann sich gut drei Monate vor dem Ereignis sehen lassen. Als 35. Team hat sich am Montag die dk-Mannschaft „Rasende Reporter“ angemeldet. Möglich sind bis zu 80 Teams. Von 150 Startplätzen für Einzelläufer sind 139 vergeben.

Teamgeist schweißt zusammen

Das Ganze ist nicht nur eine sportliche Herausforderung. Dr. Hans Böhmann vom Verein „Gesundheit im Kindesalter“, der den Burginsellauf zusammen mit dem Laufclub 93 (LC 93) auf die Beine stellt, sieht darin auch einen besonderen Wert für Firmen. „Wir haben wir immer wieder gesehen, wie der Teamgeist die Mannschaften zusammengeschweißt hat“, sagt er. „Das müssten wir eigentlich noch viel mehr ausbauen und mit einer Unternehmensberatung als teambildende Maßnahme vermarkten.“

Exemplarisch verweist Böhmann auf die Teams der Volksbank Delmenhorst Schierbrok und des Autohauses Volvo Mehrtens. „Da konnte man gut beobachten, wie die zusammengewachsen sind.“

Jeder, der gesund ist, kann mitlaufen

Der Lauf eignet sich nach Einschätzung des Mediziners für jeden, der normal gesund sei. „Läufer horchen in sich selbst hinein“, meint Böhmann. „Der Körper ist sensibel, er sagt mir, wenn etwas nicht geht.“ Wer nach langer Zeit wieder mit dem Laufen beginnt, sollte nach seinen Worten aber nicht in einem allzu ehrgeizigen Team starten.

Die Ehrgeizigsten unter den 24-Stunden-Läufern sind traditionell die sogenannten Ultraläufer. Sie laufen nicht abwechselnd im Team von bis zu zehn Leuten, sondern gehen die 24 Stunden im Alleingang an. Der Rekord datiert aus dem Jahr 2011. Seinerzeit absolvierte Oliver Leu von der LG Bremen Nord mehr als 238 Kilometer – eine für Gelegenheitsläufer unvorstellbare Leistung.

Großes Rahmenprogramm

Doch der 24-Stunden-Lauf soll auch in diesem Jahr nicht nur Aktive anlocken, sondern außerdem viel Schaupublikum. Es wird musikalische Einlagen und etliche Buden mit Leckereien geben, dazu das große Lagerfeuer am späten Samstagabend.

Die Startgebühr für ein Team, einschließlich Fläche für ein Zelt auf den Graftwiesen, beträgt noch bis zum 31. März 160 Euro, danach 190 Euro.

Alle, die angemeldet sind, können nun mit der sportlichen Vorbereitung beginnen. Schon Lauf-Legende Zátopek hat gesagt: „Mach’s dir im Training schwer, dann wird es im Wettkampf leichter.“