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Mehr Anmeldungen als Plätze IGS und Realschule in Delmenhorst müssen auslosen

Von Jan Eric Fiedler | 14.07.2015, 16:28 Uhr

Wenn nach den Sommerferien die jetzigen Grundschulabgänger in ihren neuen Schulen starten, wird nicht jeder Fünftklässler in seiner Wunschschule sitzen. Sowohl die IGS als auch die Realschule an der Lilienstraße mussten die Zusammensetzung ihrer fünften Klassen erneut per Losverfahren bestimmen.

Die Realschule an der Lilienstraße darf ab diesem Schuljahr nur noch zwei Klassen aufnehmen. Hintergrund ist, dass die Schule zugunsten einer IGS-Erweiterung nur noch bis 2019 weiterlaufen soll. „Wir hatten 81 Bewerbungen, können aber nur zwei Klassen à 28 Schüler bilden“, berichtet Schulleiterin Brigitte Frank. „Im Februar haben wir vor 160 Interessenten gesessen und mussten denen sagen, dass wir nur zwei Klassen aufnehmen dürfen.“ Rund 30 Schüler landeten nach dem Losverfahren auf der Warteliste der Schule. Bei der Zulassung an der Schule wurde zunächst danach ausgewählt, ob die Bewerber bereits Geschwisterkinder an der Schule haben und ob sie innerhalb der alten Schulbezirksgrenzen leben. Bewerbungen kamen aber aus allen Teilen des Stadtgebiets. „Der Wille zu einer reinen Realschule zu gehen, wird ganz, ganz deutlich“, schlussfolgert Frank.

IGS muss knapp 40 Schüler ablehnen

Einen leichten Rückgang an Bewerbern hatte die IGS zu verzeichnen. Schulleiter Ingo Fricke führt das auf die Rückkehr zum Abi nach 13 Jahren an den Gymnasien zurück. Dennoch: „Wir mussten anderthalb Schulklassen ablehnen“, sagt Fricke. Es gab 151 Anmeldungen, 112 Schüler konnten angenommen werden. Ein Jahrgang an der IGS kann aus bis zu 120 Schülern bestehen. Da aber nach dem neuen Schulgesetz Kinder mit Inklusionsbedarf doppelt zählen, sei es zu der jetzigen Zahl gekommen.

Zehn Anmeldungen mehr am Willms-Gymnasium

Fast so viele Anmeldungen wie der IGS liegen dem Gymnasium an der Willmsstraße vor: Hier wollen 143 Fünftklässler in das Schuljahr 2015/2016 starten. Das sind laut Dr. Günter Alfs, der die Sekundarstufe I koordiniert, etwa zehn mehr als im Vorjahr. „Wir bewegen uns damit stabil fünfzügig am oberen Rand der Fünfzügigkeit“, so der Studiendirektor.

Am Max-Planck-Gymnasium wollen nach den Ferien 130 Mädchen und Jungen ihre Schullaufbahn fortsetzen. Auch hier, heißt es, bewege man sich ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres.

Oberschulen verzeichnen mehr Zuspruch

Die Wilhelm-von-der Heyde-Oberschule freut sich laut Schulleiter Jürgen Borchers über etwa zehn Prozent mehr Anmeldungen als zum ausklingenden Schuljahr. 115 Schülerinnen und Schüler werden sich auf fünf Klassen verteilen, die bis einschließlich Klasse 7 nicht nach Schulempfehlung getrennt unterrichtet werden.

Einen derart jahrgangsbezogenen Unterricht gibt es auch an der Oberschule Süd, allerdings nur in den Klassen 5 und 6. Gegenüber dem Vorjahr hat die Schule von 60 auf 84 Anmeldungen zugelegt, wird also statt zuletzt drei nun vier neue Klassen bilden. Zu den Neuen kommen laut Schulleiter Hergen Hillje noch ein paar Schülerinnen und Schüler, die die Versetzung in die sechste Klasse nicht geschafft haben.

Schulzentrum West mit fünf neuen Klassen

78 Anmeldungen liegen dem Realschulzweig des Schulzentrums West vor, das laut Schulsekretariat aufgrund seiner räumlichen Situation nicht mehr als drei neue Klassen à maximal 31 Schüler bilden kann. Dort geht man davon aus, dass die Zahl der Neuen am Ende über 78 liegen wird, weil noch Sitzenbleiber und Rückläufer von den Gymnasien erwartet werden.

Der Hauptschulzweig des Schulzentrums West verzeichnet 27 Anmeldungen. Damit können laut kommisssarischem Schulleiter Woldemar Schilberg zwei Klassen gebildet werden. Bei 26 Schülern dürfte es nur eine sein.

Viele Doppelanmeldungen

Problematisch sind für viele Schulen die Doppelanmeldungen. In diesen Fällen entscheiden sich die Eltern und ihre Kinder oft erst in letzter Minute, welche Schulform sie wählen.