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Mehr Verkehrssicherheit Drei neue Fußgängerampeln in Delmenhorst eingeschaltet

Von Frederik Grabbe | 14.12.2017, 17:15 Uhr

Drei neue Ampeln im Stadtgebiet sollen die verkehrliche Situation für Fußgänger sicherer machen. Die Ideen hierzu stammten direkt aus der Bürgerschaft. Teilweise wurde bereits jahrelang dafür gekämpft.

Seit Donnerstag ist Delmenhorst ein kleines Stück verkehrssicherer: Gleich drei Fußgängerampeln sind von der Stadt und vom VVD-Eigenbetrieb eingeschaltet worden. Bürger, die die Signalanlagen eingefordert hatten, zeigten sich sehr zufrieden. 90.000 Euro hat die Stadt in die Hand genommen. Teilweise wurde jahrelang Anlauf genommen, um die Ampeln nun an Ort und Stelle zu setzen.

Ende eines „Kampfs um Geld“

Als „einen vierjährigen Kampf um Geld“ beschrieb Heinrich-Karl Albers beispielsweise den Weg zur Errichtung der Ampelanlage an der Brauenkamper Straße zwischen Rubens- und Frieda-Hense-Straße. Der CDU-Politiker und Planungsausschussvorsitzende sagte, Bürger hätten sich mit ihrem Wunsch nach mehr Verkehrssicherheit anfangs an ihn gewendet. „Viele Ältere trauten sich wegen der Kurvenlage der Straße nicht, sie zu überqueren. Auch überqueren hier viele Kinder auf dem Weg zur Schule die Straße“, so Albers. Er sagte auch, die Brauenkamper Straße sei als Strecke für Raser nun ein Stück weit entschärft. Am Tag der Eröffnung waren auch einige Deichhorster dabei, die sich dankbar für die Umsetzung zeigten.

Bürgeridee politisch durchgesetzt

Ein ähnliches Bild bot sich an der Friedensstraße. Dort steht nun eine neue Lichtsignalanlage zwischen Friedhofseingang und dem Parkplatz der Gärtnerei Knoop. Hier hatte sich der Bungerhofer Jörg Böttcher für mehr Verkehrssicherheit eingesetzt. „Gerade ältere Menschen bewegen sich häufig zwischen Parkplatz, Blumenladen und Friedhof. Bislang mussten sie aber einen Umweg gehen, um an eine Fußgängerampel zu gelangen, die über die Friedensstraße führt“, so Böttcher. Sein Anliegen trug er Anfang 2016 zur Bürgerideenbörse, die die Ampel wiederum politisch durchsetzte. Die Ampel verkürze die Wege und entschärfe ebenfalls eine Raserproblematik, sagte Böttcher. „Hier ist die Idee eines Bürgers eingeflossen und umgesetzt worden. Das macht uns richtig glücklich“, sagte Alfred Breitenbücher, früherer Sprecher der Bürgerideenbörse. Ideengeber Böttcher sagte, die Ampel sei in gewisser Weise auch ein Gedenken an eine Unfalltote: Im Oktober 2012 war eine 87-Jährige an der Stelle verstorben.

30.000 Euro für jede Ampel

Eingeschaltet, aber nicht offiziell eröffnet, wurde ebenfalls eine Fußgängerampel an der Nordenhamer Straße in Höhe Elsflether Straße. Diese wurde auf mehrfachen Wunsch der syrisch-orthodoxen Kirche St. Johannes nach mehr Verkehrssicherheit errichtet. Eine offizielle Eröffnung mit Vertretern der Kirche soll im Frühjahr folgen.

Jede der drei Ampeln kostet die Stadt laut Stadtbaurätin Bianca Urban 30.000 Euro. Inbegriffen ist an allen drei Stellen eine noch nicht ausgeführte barrierefreie Bordsteinabsenkung und eine Verlegung eines Blindenleitstreifens.