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Mehrere Eigentümer erscheinen nicht Kein Wechsel der Hausverwaltung für Wollepark

Von epd | 07.05.2017, 19:12 Uhr

Ein geplanter Wechsel der Hausverwaltung für die umstrittenen Wohnblöcke 11 und 12 im Wollepark ist gescheitert. Nach Informationen des Senders NDR 1 sei die bisher zuständige Huchtinger Immobilienverwaltung nicht zu einem anberaumten Treffen am Sonnabend erschienen, sodass kein Nachfolger gewählt werden konnte.

Laut einem Beirat der Wohnungseigentümergemeinschaft waren nur sieben der mehr als 40 Eigentümer zu dem Termin gekommen.

Die Eigentümergemeinschaft schuldet der Delmenhorster Stadtwerkegruppe rund 130.000 Euro für Trinkwasser und Gas. Die Mieter hatten die Nebenkosten ordnungsgemäß an ihre Vermieter gezahlt, doch wurde das Geld nicht an den Versorger weitergeleitet.

Unter dem Streit um unbezahlte Rechnungen haben die rund 350 Bewohner, darunter 80 Kinder, zu leiden. Vor knapp zwei Wochen wurde den Wohnungen bereits das Gas abgestellt. Am vergangenen Donnerstag entschied das Landgericht Oldenburg zudem, dass die Stadtwerkegruppe auch noch das Wasser abdrehen darf. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.

Diakonie unterstützt Vermittlung von Wohnungen

Die Delmenhorster Diakonie bittet unterdessen, freie Wohnungen zu melden, um für die Bewohner Ersatzwohnungen zu schaffen. Denn ohne Heizung und Wasser etwa für die Toilettenspülung werden die 80 Wohnungen binnen weniger Tage nicht mehr bewohnbar sein, sagte der Diakonie-Geschäftsführer Franz-Josef Franke. Die Diakonie berate die Bewohner zusammen mit einem Anwalt und wäre bereit, bei der Vermittlung von Wohnungen Unterstützung zu leisten.

Eigentümer müssten Mehrkosten für Notunterkünfte zahlen

Die neuen Wohnungen müssten jedoch bezahlbar sein, sagte Franke. Bei den meisten Bewohnern zahle das Job-Center die Miete. Ein Auszug aus den Wollepark-Blöcken sollte sogar im Interesse der jetzigen Vermieter liegen. Denn wenn die Räume nicht mehr bewohnbar sind, müsse die Stadt Notunterkünfte anmieten. Die Eigentümer der Wollepark-Wohnungen wären dann verpflichtet, zumindest die Mehrkosten zu zahlen. „Und das kann teuer werden“, sagte Franke.